Tischtennis
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel

Das Team um die gebürtige Chinesin Ni Xialian gewinnt das letzte NLA-Heimspiel gegen den TTC Uster mit 6:2. Damit sind die Aussichten rosig, dass die Muttenzerinnen ihren ersten Meistertitel holen und damit auf sich aufmerksam machen.

Kathrin Aerni
Merken
Drucken
Teilen
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel
7 Bilder
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel Rio-Stars Tatana Svobodova im Spiel gegen Uster.
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel Rio-Stars Rijana Zumbrunnen im Spiel gegen Uster.
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel Rio-Stars Ni Xialian im Spiel gegen Uster.
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel Rio-Stars Tatana Svobodova im Spiel gegen Uster.
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel Rio-Stars Rijana Zumbrunnen im Spiel gegen Uster.
Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel Rio-Stars Ni Xialian im Spiel gegen Uster.

Das Frauen-Team von Rio-Star Muttenz ist auf dem Weg zum Meistertitel

Uwe Zinke

Erstmals haben heuer auch die Muttenzer Damen intakte Chancen, den Schweizermeistertitel im Tischtennis zu holen. Dies dank den beiden Siegen am Wochenende gegen Uster und Luzern – und den Aushängeschildern Ni Xialian und Tatana Svobodova.

Eigentlich hätte man am Samstag in der Muttenzer Kriegacker-Turnhalle zwischen dem Tabellenersten Rio-Star Muttenz und dem zweitplatzierten TTC Uster eine spannende Begegnung erwarten dürfen. Doch bereits nach den sechs Einzeln lag das Heimteam mit 4:2 in Führung. Die Gäste aus Uster liessen sich zu sehr beeindrucken von den starken Muttenzer Einzel-Spielerinnen.

Die gebürtige Chinesin Ni Xialian und die Tschechin Tatana Svobodova entschieden ihre Einzel deutlich für sich. Einzig Rijana Zumbrunnen konnte gegen die Ustermerin Elmira Antonyon nicht punkten. Wobei fairerweise anzufügen ist, dass sich das Spiel zwischen den beiden Kontrahentinnen sehr ausgeglichen gestaltete und die Partie jederzeit noch hätte kippen können.

Wichtige Punkte an Rio-Star

Auch im Doppel hatten die Zürcher Oberländerinnen Reust/Antonyon gegen Xialian/Svobodova kein Rezept, um zu bestehen. Die Gäste zeigten zwar in den Sätzen zwei und drei eine ansprechende Leistung, doch wenn es um die wichtigen Punkte ging, behielten die Muttenzerinnen die Oberhand. Die erst 16-jährige Ustermerin Céline Reust spielte im Doppel mit «Oldie» und Teamleaderin Elmira Antonyon zwar eine gute Partie, doch die Baselbieter-Top-Spielerinnen waren einfach zu stark.

Auch im letzten Einzel gegen Ni Xialian konnte Antonyon nicht reüssieren. Nur im dritten Satz ging sie einmal mit 8:7 in Führung, bevor Xialian, die «grande dame» des Tischtennis, den Sack mit 11:8 zumachte.

Nach diesem erneut souveränen Sieg gegen den Tabellenzweiten der Nationalliga A und dem 6:1 Erfolg gegen Rapid Luzern am Sonntag scheint die Muttenzerinnen auf ihrem Weg zum ersten Schweizermeistertitel nichts mehr aufhalten zu können. In der Tabelle liegen sie nun mit drei Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten amtierenden Schweizermeister Neuhausen.

Die Meisterpremière lockt

Damit haben Rio-Stars Frauen die Gelegenheit, es den Männern gleichzutun. Dies allerdings mit dem grossen Unterschied, dass diese bereits neun Mal in Serie Schweizermeister wurden. Für die Damen hingegen wäre es der erste Titel in der Vereinsgeschichte. Keine überhebliche Gedankenspielerei: So wie das Team heuer auftritt, dürfte ihm der Titel kaum mehr zu nehmen sein. Denn die Überlegenheit der Baselbieterinnen in den letzten Partien ist fast schon beängstigend.

Eine Erklärung dafür: Seit dieser Saison spielt die gebürtige Chinesin und mehrfache Welt- und Europameisterin Ni Xialian für den TTC Rio-Star Muttenz. Obwohl bereits 50-jährig, hat sie all ihre Einzel-Begegnungen in drei Sätzen gewonnen und damit jeweils mindestens drei Punkte für das Team herausgeholt. «Leider habe ich noch nie verloren», schmunzelt die Chinesin ironisch, betont aber im gleichen Atemzug: «Ohne eine solch gute Mannschaft ist das Erreichen der Playoffs nicht möglich.»