Kommentar

Beim FC Basel wird sich nichts ändern

Bernard Burgener muss den konstruktiven Dialog suchen und ernst nehmen.

Bernard Burgener muss den konstruktiven Dialog suchen und ernst nehmen.

FCB-Präsident Bernhard Burgener stellt sich nicht mehr als Vereinsvorstand zur Wahl. Er geht damit einen kleinen Schritt auf seine Kritiker zu. Doch es sieht nicht so aus, als wäre das von Dauer. Der Kommentar von bz-Sportreporter Jakob Weber.

Bernhard Burgener wird an der Generalversammlung am 9. November nicht mehr als FCB-Vereinspräsident kandidieren. Ist das der Anfang vom Rückzug? Nein. Denn Burgener wird Besitzer und Verwaltungsratspräsident bleiben. Das hat er in seinem jüngsten Statement erneut betont. Der Rückzug aus dem Vereinsvorstand ist lediglich als vorausschauende Massnahme zu werten. Denn Burgener umgeht damit die drohende Abwahl und eine öffentliche Klatsche.

Sein Entscheid ist trotzdem ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Er kommt – selbst wenn er das leider nicht zugeben mag – seinen Kritikern entgegen und öffnet die Tür für konstruktiven Dialog einen Spalt weit. Der unabhängige neue Vereinsvorstand wird die Arbeit des Klub-Bosses in Zukunft kritisch hinterfragen.

Jedoch sah Burgener bisher nur selten Fehler ein und machte lieber gute Miene zum bösen Spiel. Als Verwaltungsratspräsident wird er der Kapitän beim FCB bleiben. Er hat die Entscheidungshoheit und kann die Kritik, die aus dem neuen Vorstand zu ihm hinauf schwappt, leicht abwehren. Und sollte er sich in künftigen Konflikten tatsächlich so verhalten, wird sich beim FCB auch nichts ändern.

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