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Alles klar bei Djibril Sow, fast alles bei Breel Embolo: Sow wechselt zu Frankfurt - Embolo wohl bald zu Gladbach

Wechselt fix von Meister YB zu Europa-League-Sensation Eintracht Frankfurt: Der offensive Mittelfeldspieler Djibril Sow.

Wechselt fix von Meister YB zu Europa-League-Sensation Eintracht Frankfurt: Der offensive Mittelfeldspieler Djibril Sow.

Djibril Sow, der Aufbauer der Young Boys, wechselt für neun Millionen Euro zu Frankfurt und gilt somit als neuer Rekordtransfer der Eintracht. Bei ihm ist somit alles unter Dach und Fach, bei Breel Embolo noch nicht ganz: Der Transfer des Schalke-Stürmers zu Gladbach ist noch immer nicht in trockenen Tüchern.

Das beeindruckend grosse Feld der Schweizer Fussballprofis in der Bundesliga wächst weiter. Zwar haben Josip Drmic (von Mönchengladbach zu Norwich) und Fabian Lustenberger (von Hertha BSC zu den Young Boys) Deutschland den Rücken gekehrt und hat Gregor Kobel (von Hoffenheim zum VfB Stuttgart) in die 2. Bundesliga gewechselt, doch vier neu hinzugekommene Schweizer erweitern das Kontingent auf stolze 31.

Nach den seit längerem bekannten Transfers von Kevin Mbabu (von YB zu Wolfsburg), Edimilson Fernandes (von Fiorentina zu Mainz) und Ruben Vargas (von Luzern zu Augsburg) hat Eintracht Frankfurt gestern die Verpflichtung von Djibril Sow bekannt gegeben.

Der 22-jährige Mittelfeldspieler spielte die letzten beiden Jahre für YB, wurde mit den Bernern zwei Mal Meister und unterschrieb bei der Eintracht einen Fünfjahresvertrag. Er trifft dort auf Trainer Adi Hütter, seinen Mentor bei YB und auf Landsmann Gelson Fernandes, der ihm äusserlich stark ähnelt.

Rekordtransfersumme für Frankfurt

Die Vertragsdauer und die Überweisung von neun Millionen Euro (plus mögliche Bonuszahlungen) zeigen, wie viel die Hessen vom Schweizer halten. Neun Millionen stellen für Frankfurt eine Rekordtransfersumme dar. Bisher war Sébastien Haller mit sieben Millionen der Teuerste gewesen. «Wir sind froh, dass wir diesen Spieler bekommen haben.

Der Junge hat eine super Entwicklung genommen und unheimlich viel Potenzial», sagt Sportvorstand Fredi Bobic. «Mit seinen technischen, strategischen und athletischen Fähigkeiten wird er uns weiterhelfen.»

Ein aus Schweizer Sicht interessanter Transfer – allerdings innerhalb der Bundesliga – zeichnet sich zwischen Schalke und Mönchengladbach ab. Die «Rheinische Post» meldete gestern, es sei nur eine Frage der Zeit, bis Breel Embolo ein Borusse sei. Er würde etwas Neues in den Kanon der Gladbacher Angreifer bringen – nämlich Wucht, schrieb die Zeitung.

Enttäuschende Jahre auf Schalke

Wucht sei das Wort, das Embolo am Besten beschreibe. Wenn der Schweizer ins Rollen komme, könne ihn kaum mehr etwas aufhalten. Unter dem neuen Trainer Marco Rose wollen die Mönchengladbacher wieder mit zwei Stürmern spielen. Man glaubt, Embolo würde gut zum Franzosen Alassane Plea passen und überhaupt zum Stil, den Rose schon bei RB Salzburg spielen liess, dem schnellen Umschaltspiel.

Embolo soll bei den Fohlen einen Vierjahresvertrag unterschreiben. Während sich der Spieler und sein neuer Arbeitgeber einig sind, feilschen Schalke und Gladbach noch um die Ablösesumme. Der Schalker Sportvorstand Jochen Schneider spricht allerdings davon, es seien nur noch Kleinigkeiten zu regeln.

Das Problem: Wie viel soll Embolo noch kosten? Als dieser 2016 vom FC Basel mit einem Fünfjahresvertrag nach Gelsenkirchen ging, wurde er mit 22,5 Millionen Euro der Rekordtransfer des FC Schalke. Dieser Wert ist jedoch nach enttäuschenden drei Jahren ziemlich stark gesunken, sodass jetzt von einer Transfersumme von gut zehn Millionen als Sockelbetrag gesprochen wird.

Luftveränderung tut Embolo gut

Dass es Embolo bisher auf lediglich 48 Bundesligaeinsätze gebracht hat, ist zwei schweren Verletzungen geschuldet. Ein kaputt getretenes Sprunggelenk 2016 und ein Fussbruch 2018 hinderten ihn daran, sein Potenzial auszuspielen. Immerhin: Zehn Tore und acht Assists sind unter diesen Umständen eine ansprechende Bilanz.

Es ist wohl schon so, dass Embolo eine Luftveränderung guttun würde. Es wäre auch für die Nati ein Segen, könnte der mittlerweile 22-Jährige endlich einmal über einen langen Zeitraum verletzungsfrei durchspielen. Erst dann weiss man richtig, was der schnelle Stürmer auf internationalem Niveau drauf hat.

Integrationsprobleme wird er in Gladbach keine haben, stehen doch mit Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Michael Lang (könnte Verein verlassen) vier weitere Schweizer im Kader. Man kann sich gut eine Achse mit Sommer, Elvedi, Zakaria und Embolo vorstellen.

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