FC Aarau Frauen
Wird das Heimspiel gegen YB zur Erlösung für die FC Aarau Frauen?

Gut gestartet sind die Frauen des FC Aarau nicht in die Saison. Bislang gab es keinen Punktegewinn. Am Samstag wollen sie zu Hause gegen YB endlich die ersten Punkte der Saison holen. Dazu braucht es eine konzentrierte Leistung über 90 Minuten.

Pascal Del Negro
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Schaffen die FC Aarau Frauen gegen YB die Erlösung?

Schaffen die FC Aarau Frauen gegen YB die Erlösung?

Fabio Baranzini | Baranzini Fotografie und Texte GmbH | www.baranzini.ch

Fünf Spiele, Null Punkte und ein Torverhältnis von 2:15. Bisher verlief die Saison für die FC Aarau Frauen alles andere als nach Wunsch. Am vergangenen Samstag ereignete sich das jüngste Kapitel der bislang enttäuschenden NLA-Reise der Aarauerinnen. In Lugano verloren sie nach einem Gegentor in der 92. Minute mit 0:1. Nur Sekunden trennten die Aarauerinnen vor ihrem ersten Punktgewinn der Saison. Stattdessen mussten sie die Heimreise mit leeren Händen antreten.

Sieben Tage später soll nun alles besser werden. Im Heimspiel gegen die YB-Frauen (Anpfiff 18 Uhr, Sportanlage Schachen, Aarau) wollen die Aarauerinnen die Trendwende einleiten. «Die Niederlage von Lugano ist verdaut, jetzt schauen wir nach vorne», gibt sich FCA-Torhüterin und Captain Fabienne Kohler kämpferisch. Natürlich sei die Erfolgslosigkeit Thema in der Mannschaft, die Stimmung aber sei weiterhin gut, wie Kohler erzählt: «Wir bauen uns immer wieder gegenseitig auf und versuchen positiv zu bleiben.»

Zu wenig Tore

Verletztensituation der FCA-Frauen

Neben den Langzeitverletzten (Zürcher, Villiger, Schwaller, Roth) müssen die Aarauerinnen weiterhin auch auf Abwehrspielerin Michelle Stierli verzichten, die bereits die beiden letzten Partien wegen einer Fussverletzung verpasst hat. Fraglich ist, ob Stephanie Erne zu ihrem ersten (Teil-)Einsatz der Saison kommt. Nach einer Verletzung hat sie diese Woche wieder mit der Mannschaft trainiert.

Wieder voll dabei ist Antje Notter. Sie fehlte zuletzt aus beruflichen Gründen, kam aber bereits in Lugano zu einem Einsatz.

Gewiss war bislang nicht alles schlecht bei den Aarauerinnen. Doch letztlich zählt eben einzig und allein das Punktekonto. Dies sind sich auch Kohler und ihre Teamkolleginnen bewusst. Ebenso, dass der Druck mit jeder punktelosen Partie steigt. «Irgendwann kann man sich nicht mehr rausreden. Irgendwann müssen wir einfach punkten», hatte FCA-Trainer Andreas Zürcher bereits nach dem Lugano-Spiel gesagt.

Die Marschrichtung dafür gibt Captain Kohler gleich selber vor: «Wir müssen aggressiver ins Spiel gehen, die Zweikämpfe annehmen.» Zudem spricht sie ein weiteres Problem an, die Torproduktion: «Vorne müssen die Bälle endlich rein.»

Mit den Toren klappt es in dieser Saison noch nicht wirklich bei den FCA-Frauen

Mit den Toren klappt es in dieser Saison noch nicht wirklich bei den FCA-Frauen

Tatsächlich haben die Aarauerinnen erst in einem Spiel getroffen, beim 2:3 gegen GC. In den restlichen Partien herrschte im Angriff Flaute. Deshalb habe man zuletzt auch viel den Abschluss und das offensive Passspiel trainiert. Im Idealfall soll sich dieses Training bereits am Samstag bezahlt machen.

«100 Prozent über 90 Minuten»

Gegen YB sei neben dem Tore schiessen vor allem der Kampf gefragt: «Ich erwarte ein hartes Spiel, YB wird uns nichts schenken – wir ihnen aber auch nichts», so Kohler. Auch bei den Bernerinnen lief in den bisherigen Partien noch lange nicht alles optimal. Als heisser Aussenseiter gestartet, liegen die YB-Frauen mit vier Punkten aus fünf Spielen bereits sechs Zähler hinter der Spitze zurück.

«Wir haben bereits im Testspiel gezeigt, dass wir mit YB mithalten können», gibt sich Kohler zuversichtlich. Damals habe man allerdings plötzlich stark nachgelassen und noch 1:4 verloren. Das soll am Samstag nicht noch einmal passieren. «Es müssen einfach alle 100 Prozent geben und das über die vollen 90 Minuten. Dann kann es mit dem Punktgewinn klappen.»