Futsal
Wettinger Maniacs bezwingen Wohlen im Cupfinal mit 5:1

Gekonnte Dribblings, Tore am Laufmeter und aus den Lautsprechern heisse Brasil-Rhythmen: Der 4. Axpo AFV Futsal-Cup bot Spektakel, hochstehende Spiele und war beste Werbung für die junge Hallensportart.

Hannes Hurter
Merken
Drucken
Teilen
AFM Maniacs gewinnen den 4. Axpo-AFV-Futsal-Cup. Roland Jaus

AFM Maniacs gewinnen den 4. Axpo-AFV-Futsal-Cup. Roland Jaus

roland jaus

Vor drei Jahren entschied sich der Aargauische Fussballverband (AFV), in Brugg ein offizielles Turnier auszutragen, um die Bekanntheit und Popularität von Futsal im Aargau zu steigern. Nach den ersten beiden Austragungen in Brugg und dem letztjährigen Gastspiel in Wohlen war heuer das Wettinger Tägerhard Schauplatz des Finalturniers.

Neben fünf Mannschaften aus der Nationalliga B, Friends United aus der Nationalliga A und den AFM Maniacs aus der «Swiss Futsal Premier League» konnte sich mit dem FC Windisch ein einziges Rasenfussball-Team für die Finalrunde qualifizieren. In zwei sehr ausgeglichenen Halbfinals konnten sich die Maniacs und Wohlen hauchdünn durchsetzen: Die Wettinger gewannen gegen CF Freiamt dank eines Treffers in der letzten Spielminute, Wohlen besiegte Jester Baden erst im Penaltyschiessen. Beim anschliessenden Promo-Spiel der Frauen siegte der FC Aarau gegen Baden mit 4:2.

Favorit mit drei Nationalspielern

Im Final kam es also zum Duell zwischen den Maniacs und CF Wohlen, dem ungeschlagenen Tabellenführer in der NLB. Die Favoriten, die mit Fabian Sangines, Vojan Cvijanovic und Alessandro Facchinetti drei aktuelle Nationalspieler stellen, zeigten im Endspiel ihre beste Leistung und skorten eiskalt. Der Doppelschlag von Bahnan und Marco Facchinetti zum 4:0 war bereits vorentscheidend. Die Wohler kämpften beherzt und erzielten durch Semeraro das Anschlusstor – mehr liessen die defensiv gut organisierten Maniacs jedoch nicht mehr zu und durften sich zum zweiten Mal in Folge als Cupsieger feiern lassen.

Roland Gaspers, der Futsal-Verantwortliche beim AFV, zog eine positive Turnierbilanz: «Wir sind zufrieden, das System mit drei Spieltagen und den K.o.-Runden hat sich bewährt. Auch das Niveau war noch nie so hoch wie in diesem Jahr.»

Titelverteidiger im Umbruch

Die Cup-Titelverteidiger befinden sich nach dem Schweizer Vizemeistertitel 2013 und einer bislang unbefriedigenden Meisterschaft im Umbruch. Nach dem Abgang von Trainer Emilio Gesteiro übernimmt ab sofort der Deutsche Janes Janzekovic das Coaching, Interims-Trainer Pedro Facchinetti wird neuer Geschäftsführer der Maniacs. «In dieser Mannschaft steckt sehr viel Potenzial», sagt Janzekovic, der in Karlsruhe selbst als Spieler und Trainer aktiv war und beim badischen Verband als Futsal-Koordinator fungierte. «Wir möchten mittelfristig wieder zurück an die nationale Spitze.»