Radquer in Baden

Trotz Corona-Massnahmen: So funktioniert ein Sportanlass

Die Jubiläumsausgabe des Radquers in Baden steht im Zeichen von Corona, zeigt aber auch, dass solche Anlässe gut durchführbar sind. Wenn sich Organisatoren, Sportler und Zuschauer anpassen, steht einem Spektakel nichts im Wege.

«Maskenpflicht!». «Abstand halten! Keep distance!». Wer an diesem Sonntag auf der Badener Baldegg ankommt, der weiss angesichts der überall aufgeklebten Zettel sofort, um was es geht. Corona ist bei der 10. Jubiläumsausgabe des Radquers oberhalb von Baden natürlich das grosse Thema. An drei neuralgischen Punkten des Wettkampfgeländes verteilen Helfer gelbe Armbänder, damit man die Besucheranzahl einigermassen im Überblick behält. Maximal 1000 Leute dürfen sich gemäss Vorschriften gleichzeitig im Areal aufhalten.

Ganz unter Kontrolle halten lassen sich die Zuschauerströme natürlich nicht. Dafür gibt es zu viele potenzielle Schleichwege. Doch der Augenschein im Badener Naherholungsgebiet zeigt: Die Schutzmassnahmen, welche die Organisatoren um Präsident Christian Rocha ergriffen haben, funktionieren: «Mir war wichtig, dass die Leute wirklich merken, dass wir es ernst meinen mit dem Konzept», betont Rocha, der in seiner Funktion als Speaker die Zuschauer auch immer wieder darauf hinweist, dass man bitte nicht allzu lange an derselben Stelle bleiben und sich bewegen solle. Die Ausweitung des Wettkampfprogramms auf zwei Tage sorgt für die erhoffte, merkliche Entlastung punkto Personenaufkommen. Auch der Appell an die Athleten und deren Betreuer, dass Wettkampfgelände nach den Rennen schnellstmöglich zu verlassen, findet offensichtlich Gehör.

«Wir haben die richtige Balance gefunden»

«Wir haben die richtige Balance gefunden. Es ist alles in ruhigeren Bahnen abgelaufen», zeigt sich Christian Rocha zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung, deren Austragung wegen der unsicheren Ausgangslage lange Zeit auf der Kippe gestanden hatte. Am Ende entschieden sich die Organisatoren dafür, das Rennen trotz aller Einschränkungen durchzuführen und den Sportlern eine der selten gewordenen Startmöglichkeit zu geben.

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Die liefern, quasi als Dank, spektakuläre Rennen ab. Bei der Elite der Männer gibt es in der zehnten Ausgabe sogar den ersten Schweizer Sieg zu feiern. Schweizer Meister Lars Forster triumphiert vor dem Belgier Vincent Baestaens. Mit Kevin Kuhn, der dem Rennen vor allem zu Beginn den Stempel aufdrückte, fährt ein weiterer Schweizer aufs Podest.

Siegerehrung mit Abstand und kein Handshake

Bei der Siegerehrung ist auch alles etwas anders als sonst. Die drei Podeste stehen in gebührendem Abstand nebeneinander. Für die drei Erstplatzierten der jeweiligen Kategorien gibt es zwar einen Blumenstrauss, dafür aber kein Handshake. Die Athleten unter sich gratulieren sich per Faust. Alles etwas ungewohnt eben. Trotzdem überwiegt natürlich auch bei den Sportlern das Gefühl der Zufriedenheit, endlich wieder Rennen fahren zu dürfen: «Wir als Rennfahrer sind sehr dankbar, dass wir überhaupt starten können. Die Organisatoren haben einen super Job gemacht. Und man hat gesehen, dass ein solcher Anlass auch unter den aktuellen Bedingungen gut durchführbar ist», freute sich Lars Forster. Das stimmt in der Tat optimistisch.

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