Mountainbike
Süss startet mit Sieg in die neue Weltcup-Saison

Esther Süss startet in Pietermaritzburg in die Weltcup-Saison. Dass ihr das südafrikanische Gelände liegt, hat sie vor zwei Wochen mit dem Sieg beim Cape Epic gezeigt. Nach ihrer erfolgreichsten Saison kann sich die Küttigerin nicht mehr verstecken.

Pia Schüpbach
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Das Mehretappen-Rennen Cape Epic konnte Esther Süss gewinnen, nun folgt der Weltcup. zvg

Das Mehretappen-Rennen Cape Epic konnte Esther Süss gewinnen, nun folgt der Weltcup. zvg

Nach dem Mehretappen-Rennen Cape Epic reiste die Küttigerin Esther Süss gar nicht erst nach Hause. Mit dem Weltcup in Pietermaritzburg geht es am Samstag weiter mit einem Wettkampf in Südafrika. Gut so, denn das südafrikanische Gelände scheint Süss zu liegen. Bis auf die letzte Etappe dominierte sie das Cape Epic mit ihrem Partner Bärti Bucher im Mixed und holte den Gesamtsieg. «Das lässt hoffen», sagt Esther Süss.

Gerne würde sie in Pietermaritzburg unter die ersten 10 fahren. Da die Strecke viele Höhenmeter aufweist, ist sie auf Süss zugeschnitten. Das zeigte sich auch beim Testrennen vor einer Woche. Süss fuhr auf den 3. Rang, obwohl sie nach einem Sturz lange brauchte, bis sie ihr Hinterrad wieder montiert hatte.

Sponsoren stehen nicht Schlange

Nach ihrer bisher erfolgreichsten Saison hat sich für die 37-jährige Esther Süss nicht viel verändert. Noch immer fährt sie fürs Wheeler iXS Pro Team, noch immer unterrichtet sie Textiles Werken an einer Schule und versucht, das Leben als Mountainbikerin und Lehrerin unter einen Hut zu bringen. «Die Sponsoren stehen leider nicht Schlange», sagt sie. Dafür kann sich Esther Süss mit zwei Titeln schmücken: Radsportlerin des Jahres und Aargauer Sportlerin des Jahres.

Auch im Feld der Crosscountry-Fahrerinnen kann sich die Marathonweltmeisterin nach ihrem 5. Rang an der EM und dem 3. Rang beim Weltcuprennen in Offenburg nicht mehr verstecken. «Es ist doch schön, wenn die andern etwas Angst haben, oder nicht?», sagt Süss dazu.

«Africa life» im Kerzenlicht

Für ein gutes Rennen muss auch die Vorbereitung stimmen. Zur Zeit logiert Esther Süss bei einer Bekannten in Pietermaritzburg in einem «schönen, gemütlichen Haus mit viel Grün rundherum» – nur zwei Kilometer von der Strecke entfernt gelegen. Wäre da nicht der starke Regen, könnte Süss trainieren wie eine Weltmeisterin. Doch neben schönen Resultaten an Rennen beschert ihr das Land auch ein bisschen «Africa life», wie sie sagt. Dazu gehören Stromausfälle wegen des intensiven Regens und Hagel. Deshalb sass Süss an einem Abend bei Kerzenlicht in Pietermaritzburg.

Die Sonne soll am Samstag für Esther Süss scheinen – am Tag des ersten Weltcuprennens der Saison.

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