Faustball
STV Oberentfelden: Showdown in der letzten Qualifikations-Runde

Nach zwei Monaten Pause griff der STV Oberentfelden am Samstag wieder ins Meisterschaftsgeschehen ein. Die NLA-Cracks aus dem Suhrental feierten dabei einen Pflichtsieg gegen Rickenback-Wilen, unterlagen jedoch Tabellenführer Wigoltingen.

Fabio Baranzini
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Es hat nicht ganz gereicht: Die Oberentfelder (im Bild Kevin Nützi) verlieren das Spitzenspiel gegen Wigoltingen knapp.

Es hat nicht ganz gereicht: Die Oberentfelder (im Bild Kevin Nützi) verlieren das Spitzenspiel gegen Wigoltingen knapp.

Fabio Baranzini

Die Oberentfelder bekundeten überhaupt keine Startschwierigkeiten nach der langen Sommerpause. Im ersten Meisterschaftsspiel gegen den Tabellenvorletzten Rickenbach-Wilen legte das Team von Trainer Christian Zbinden los wie die Feuerwehr und gewann den ersten Satz hochüberlegen mit 11:2.

Danach schlichen sich allerdings immer mehr Fehler und Ungenauigkeiten ein, sodass Rickenbach-Wilen die Partie offen gestalten konnte. «Nach dem Superstart haben wir sehr stark abgebaut. Am Ende gewannen wir einfach deshalb, weil wir das grössere Potenzial im Team haben», so Zbinden. Aber ein Sieg ist ein Sieg und so haben die Oberentfelder ihre Pflicht zum Auftakt dank dem 3:1-Erfolg erfüllt.

Das wesentlich wichtigere Spiel stand aber noch bevor. Wenn der STV Oberentfelden noch um den Schweizer Meistertitel mitspielen will, muss er sich in den letzten beiden Meisterschaftsrunden vom vierten auf den dritten Tabellenplatz vorkämpfen. Dafür ist entweder ein Sieg gegen das zweitplatzierte Widnau oder gegen Leader Wigoltingen nötig. Und genau gegen dieses Wigoltingen liefen die Oberentfelden im zweiten Match der vorletzten NLA-Qualifikationsrunde auf.

Auf Augenhöhe

Im Vergleich zur ersten Partie des Tages steigerten sich die Suhrentaler enorm und boten dem Tabellenführer während der gesamten Spieldauer Paroli. Den ersten Satz mussten sie nur ganz knapp mit 12:14 verloren geben, gewannen dafür den zweiten Durchgang überlegen mit 11:4.

In den darauffolgenden Sätzen zahlte sich jedoch bei Wigoltingen die etwas grössere Konstanz aus und die Ostschweizer gewannen das Match mit 14:12, 4:11, 11:8, 11:9. «Wir haben wirklich super gespielt und der Sieg wäre drin gelegen. Leider hatten wir in den entscheidenden Phasen ein paar doofe Bälle drin, die uns den Sieg gekostet haben», analysiert Zbinden.

Mit zwei Siegen in der letzten Qualifikationsrunde vom kommenden Wochenende gegen Widnau und Kantonsrivale Vordemwald können die Oberentfelder aber die Top 3 noch immer erreichen. Sollten sie aber eines der beiden Spiele verlieren, liegt in der Endabrechnung maximal noch der Bronzeplatz drin.

Revanche und grosse Chance

Bevor es jedoch soweit ist, steht ein weiteres wichtiges Match auf dem Programm des STV Oberentfelden. Am Donnerstag (19:30 Uhr, Sportplatz Erlenweg, Oberentfelden) bietet sich dem Team von Christian Zbinden auf heimischem Terrain die Chancen zur Revanche gegen Wigoltingen.

Die beiden Teams duellieren sich nämlich im Cup-Halbfinal. Und in diesem Spiel geht es noch um viel mehr als bloss um die Revanche für die Niederlage vom Wochenende. «Wenn wir uns für den Final qualifizieren, stehen die Chancen sehr gut, dass wir im kommenden Jahr auf internationalem Parkett mitspielen können», so Zbinden. Für die nötige Motivation vor dem Cup-Heimspiel vom Donnerstag ist also allemal gesorgt.