Eishockey

Schwerarbeiter, Langsam-Starter, Pechvogel – so ergeht es den Aargauer NLA-Hockey-Cracks

Der Menziker in Freiburger Diensten, Matthias Rossi (rechts), im Zweikampf mit dem Zuger Santeri Alatalo.

Der Menziker in Freiburger Diensten, Matthias Rossi (rechts), im Zweikampf mit dem Zuger Santeri Alatalo.

Das Aargauer Eishockey-Quintett in der National League erlebte eine turbulente erste Saisonhälfte – mit unterschiedlichem Erfolg. So erging es Matthias Rossi, Sven Leuenberger, Robin Grossmann, Jannik Fischer und Dario Wüthrich.

In dieser coronageprägten Eishockey-Meisterschaft nähern sich die Mannschaften in der höchsten Liga des Landes, der National League, langsam aber sicher der Hälfte des Qualifikationspensums. Die fünf Aargauer Profis, die auf dem obersten Level im Einsatz stehen, haben mit ihren Teams grösstenteils viel Gutes erleben dürfen. Werfen wir also einen Blick auf die einzelnen Situationen:

Matthias Rossi, der Langsamstarter

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Matthias Rossi kam bei Fribourg-Gottéron recht langsam in die Gänge. Nach 13 Spielen hatte der Menziker erst zweimal getroffen. Als Glücksfall erwies sich für den 30-Jährigen aber der Zuzug von Yannick Herren. Zusammen mit dem Walliser, der aus Lausanne kam, und dem Solothurner Samuel Walser, bildet Rossi eine gut harmonierende Sturmlinie, die von Headcoach Christian Dubé oft gegen die gegnerischen Top-Kräfte eingesetzt wird. Aber auch in der Offensive vermochte er inzwischen vermehrt Akzente zu setzen und ist ein sicherer Wert in der zweiten Powerplay-Formation der Freiburger.

Sven Leuenberger, der Effiziente

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Sven Leuenberger ist der Stürmer des EV Zug, der in Unterzahl vom norwegischen Headcoach Dan Tangnes die meiste Eiszeit erhält. Was für die defensiven Qualitäten des Aarauers spricht. In der offensiv stark besetzten Mannschaft des Leaders und Meisterschaftsfavoriten muss der physisch robuste Stürmer mit einer defensiven Rolle und beschränkter Eiszeit Vorlieb nehmen. Dass der 21-Jährige aber durchaus torgefährlich ist, zeigt ein Blick auf seine Schusseffizienz. Von 15 Schüssen haben deren fünf den Weg ins gegnerische Tor gefunden was einer tollen Quote von 33 Prozent entspricht - Liga-Bestwert! Leuenberger gehört zu den vielversprechendsten Talenten der Zuger. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Wohin sein Weg wohl führt?

Robin Grossmann, der sichere Wert

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Robin Grossmann erlebte mit dem HC Lausanne sportlich eine gute erste Saisonhälfte. Der Dintiker ist im Abwehrdispositiv der Waadtländer ein sicherer Wert und erhält hinter dem Kanadier Mark Barberio und Nationalverteidiger Joel Genazzi am drittmeisten Eiszeit. Mit sieben Skorerpunkten hat er zudem seine Ausbeute der letzten Saison (43 Spiele, 6 Punkte) bereits nach 21 Partien übertroffen. Auch punkto Plus-/Minusbilanz ist die Steigerung des 33-Jährigen frappant. Von Minus-6 hat er sich auf Plus-9 gesteigert.

Jannik Fischer, der Schwerarbeiter

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Jannik Fischer ist beim HC Ambri-Piotta so etwas wie ein Vorzeigeprofi. Der 30-Jährige verkörpert die Identität der Leventiner mit seiner Spielweise wohl am meisten. Bedingungsloser Einsatz gepaart mit Leidenschaft und Aufopferung gehören zu den typischen Merkmalen der «Biancoblu», die damit regelmässig ihr fehlendes Talent gegen höher eingestufte Gegner kompensieren können. Der Boswiler ist für Trainer Luca Cereda ein dankbarer Arbeiter, der sich seiner Limiten bewusst ist und seinen Job in der Verteidigung zuverlässig erledigt.

Dario Wüthrich, der Pechvogel

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Dario Wüthrich wäre beim EV Zug ein Kandidat für regelmässige Einsätze auf höchstem Niveau gewesen. Doch der verspätete Saisonbeginn in der NHL hat dem Würenloser einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit Nico Gross und Tobias Geisser stiessen zwei Spieler zum EVZ, die eigentlich sonst in Nordamerika spielen würden. Deshalb kam der 21-Jährige nur punktuell in der National League zum Zug. Immerhin machte er das beste aus seiner Zeit beim Farmteam in der Swiss League. Mit 13 Punkten in 20 Spielen ist Dario Wüthrich der zweitbeste Skorer bei der EVZ Academy. Leider hatte er vor kurzem viel Pech. Bei einem Zusammenprall im Training mit Teamkollege Calvin Thürkauf erlitt Wüthrich einen Unterschenkelbruch. Damit dürfte für ihn die Saison gelaufen sein.

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