Aarau
Schulter an Schulter zum neuen Stadion: Darum erhielt der FC Aarau einen offiziellen Empfang vom Stadtrat

Trotz vergeigtem Aufstieg beehrt der Stadtrat den FC Aarau mit einem Gratulations-Apéro. Dominierendes Thema neben der sportlichen Performance des FCA: Das neue Stadion, über das wohl im November die Aarauer Bevölkerung abstimmen wird.

Sebastian Wendel
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Offizieller Empfang für den FC Aarau durch den Stadtrat
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Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker (oben am Kreis) bei seiner Ansprache
von links: Raffaela Bernold (Kommunikation Stadt Aarau), FCA-Trainer Patrick Rahmen, Sportchef Sandro Burki sowie die Spieler Petar Misic und Damir Mehidic.
von links: FCA-Verwaltungsrat Philipp Bonorand sowie die Stadträte Hanspeter Hilfiker, Hanspeter Thür und Suzanne Marclay-Merz lauschen der Ansprache von Stadtrats-Kollege Daniel Siegenthaler
Für FCA-Präsident Alfred Schmid ist der offizielle Empfang "eine grosse Ehre" - er sichert dem Stadtrat zu, alles für eine weitere erfolgreiche Saison zu tun.
Gratulations-Apéro für den FC Aarau im Stadtgarten Der Aarauer Stadtrat empfängt 21 Spieler des FC Aarau im Haus zum Schlossgarten zu einem Apéro.
Für die Stadträte gabs je ein neues FCA-Heimtrikot mit Name und der Rückennummer 12

Offizieller Empfang für den FC Aarau durch den Stadtrat

Sandra Ardizzone

Warum beehrt der Aarauer Stadtrat den FC Aarau mit einem offiziellen Empfang, obwohl der Aufstieg trotz optimaler Ausgangslage vergeigt wurde?

Die brennendste Frage beantwortet Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker (FDP) zu Beginn seiner Ansprache im Schlossgarten gleich selber: «Wir haben in Aarau neben dem FC viele andere Vereine, die auch erfolgreich und teilweise sogar in der höchsten Liga ihrer Sportart unterwegs sind.»

«Doch die Euphorie, die der Fussball in der Schlussphase der vergangenen Saison ausgelöst hat, war einzigartig. Zigtausende Menschen gingen an die Barrage-Spiele gegen Xamax. Und obwohl die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg immer noch gross ist: Das war beste Werbung für die Stadt Aarau.»

Neben Hilfiker waren auch die Stadträte Suzanne Marclay-Merz (FDP), Hanspeter Thür (Grüne) und Daniel Siegenthaler (SP) anwesend.

Letzterer hob in seiner Ansprache die integrative Rolle des Fussballs in der Gesellschaft hervor:

«Fussball ist die populärste aller Sportarten. Das beweist nicht nur die Euphorie im Frühling rund um den FC Aarau, das zeigt sich auch im Breitensport, der die Massen mobilisiert.»

(Quelle: )

An die FCA-Spieler gewandt sagte Siegenthaler: «Ihr seid die Vorbilder für zahlreiche Kinder und Amateurspieler. Wir hoffen, dass ihr diese Rolle auch in Zukunft so gut ausfüllt wie in der vergangenen Saison.»

Mit Siegenthaler, Hilfiker und Thür war die komplette «Stadion-Taskforce» des Stadtrats anwesend – logisch, ging es zwei Tage nach dem wegweisenden Entscheid des Regierungsrats (die AZ berichtete) auch um die nahenden zwei Volksabstimmungen zur BNO-Teilrevision im Torfeld Süd und zum Stadion-Kredit. Hilfiker: «Es sieht gut aus, dass die Abstimmungen im November stattfinden.

Wir vom Stadtrat tun alles Mögliche für einen positiven Entscheid der Bevölkerung. Der Auftrag des FC Aarau ist es, bis dahin mit positiven Resultaten die Euphorie hochzuhalten.» Siegenthaler ergänzt: «Aarau braucht ein neues Stadion, damit in der Stadt auch in Zukunft Spitzenfussball gespielt werden kann.»

FCA-Präsident Alfred Schmid nahm den Ball auf und versprach: «Wir geben alles, um besser als vor einem Jahr in die Saison zu starten. Die Unterstützung des Stadtrats für das neue Stadion schätzen wir sehr. Der Fakt, dass alle am gleichen Strick ziehen, stimmt mich mit Blick auf die Abstimmungen optimistisch.» Als Dankeschön für den Empfang im Schlossgarten überreichte Schmid allen Stadträten ein FCA-Trikot mit Namen und der symbolischen Rückennummer 12.

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