NLA-Handball
Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Der HSC Suhr Aarau lässt dem Aufsteiger keine Chance

Der HSC Suhr Aarau kommt gegen Aufsteiger Kreuzlingen zu einem nie gefährdeten und souveränen 32:18-Sieg. Der HSC dominierte die Gäste von Anfang an und brachte sich damit in die komfortable Ausgangslage, allen Spielern Wettkampfpraxis zu ermöglichen.

Martin Probst
Drucken
Tim Aufdenblatten spielte gegen Kreuzlingen zum 200. Mal für den HSC Suhr Aarau.

Tim Aufdenblatten spielte gegen Kreuzlingen zum 200. Mal für den HSC Suhr Aarau.

Alexander Wagner

Dass es am Ende so deutlich werden würde, hatte Tim Aufdenblatten nicht erwartet. «Solche Spiele können sehr schwierig sein. Besonders nach unserem Auftritt gegen Wacker Thun», sagte Aufdenblatten nach dem nie gefährdeten und souveränen 32:18-Sieg gegen Aufsteiger Kreuzlingen.

Für den HSC war es der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel, nachdem zum Auftakt Wacker Thun gleich mit 40:28 aus der Schachenhalle gefegt wurde. Und genau diese Gala sprach Aufdenblatten – der vor dem Spiel gegen Kreuzlingen für seinen 200. Auftritt für den HSC geehrt wurde – noch einmal an. Denn logisch erwarteten in der Folge alle gegen den Aufsteiger einen Sieg. Aber die Rolle des Favoriten kann zum Klotz am Bein werden.

Die Führung kontinuierlich ausgebaut

Dass es erst gar nicht zu einem Knorz werden konnte, dafür sorgte der HSC selbst und sofort. Aus einer kompakten und gut organisierten Defensive heraus und mit einem erneut überragenden Jannis Scheidiger im Tor (55 Prozent Abwehrquote) überzeugte der HSC auch in der Offensive. Erst war es Lars Hofer, dem drei Tore in Serie zum 5:2 gelangen. Dann schaffte Daniel Parkhomenko – später zum Spieler des Spiels gewählt – das gleiche Kunststück. Sein Hattrick brachte die Führung zum 8:4. Und der Vorsprung wuchs in der Folge und bis zur Pause (17:8) kontinuierlich an.

Finn Kreuzer, der vor neun Tagen gegen Wacker Thun sein NLA-Debüt gab, erhielt von HSC-Trainer Aleksandar Stevic früh im Spiel das Vertrauen auf dem linken Flügel. Und Kreuzer bedankte sich mit einem starken Auftritt und drei Treffern gleich selbst. Die Situation auf den Flügeln ist beim HSC insofern speziell, dass es derzeit keine Routiniers für diese Positionen im Team hat. Was den Konkurrenzkampf unter den jungen Spielern befeuert.

Erhielt viel Einsatzzeit: Finn Kreuzer.

Erhielt viel Einsatzzeit: Finn Kreuzer.

Alexander Wagner

Das wiederum kann, wenn vom Trainerstaff richtig gesteuert - und dies darf man dem Team um Aleksandar Stevic sehr wohl zutrauen -, sich sehr positiv auf die Leistungsentwicklung auswirken. Später im Spiel kamen auch Thomas Bieri und Onelio Gomboso auf dem rechten Flügel zu Einsatzminuten und ersetzten Lars Hofer. Auch dort – genau wie auf der linken Seite, wo neben Kreuzer auch Nikos Sarlos auf Einsatzminuten drängt – sind es junge Spieler, die sich beim HSC in Szene setzen möchten.

Nie in Gefahr geraten

Auch nach der Pause geriet der HSC nie in Gefahr, dass das Spiel gegen Kreuzlingen noch kippen könnte. Zwar gelang nicht mehr alles und wurden mehr Chancen ausgelassen als noch in den ersten 30 Minuten. Doch mit einem ebenfalls starken Dragan Marjanac im Tor (44 Prozent Abwehrquote) hatte auch dies keine Konsequenzen. Und so siegte der HSC Suhr Aarau am Ende deutlich und auch in dieser Höhe verdient mit 32:18.

Telegramm

HSC Suhr Aarau – HSC Kreuzlingen 32:18 (17:8)

Schachenhalle. – 659 Zuschauer. – SR: Boshkoski/Stalder.
HSC Suhr Aarau: Scheidiger (11 Paraden), Marjanac (7); Willecke (1 Treffer), Sarlos (1), Kreuzer (3), Gomboso, Hofer (4), Ferraz (5), Kalt, Aufdenblatten (1), Parkhomenko (5), Pejkovic (4), Bieri, Muggli (1), Maric (3), Slaninka (4).
HSC Kreuzlingen: Berisha (13 Paraden); Lutz (3 Treffer), Dedaj, Wipf, Bär, Heim (2), Fricker (2), Kun (2), Ramosaj, Schneider (1), Mirdita (1), Kozina (4), Zeller, Drilon Tahirukaj (3), Drenit Tahirukaj.