NLA-Handball
«Transfer» zum Ligakonkurrenten: HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli hat bei Pfadi Winterthur unterschrieben

Neue Herausforderung: Lukas Wernli, Ende Saison abtretender Geschäftsführer des HSC Suhr Aarau, übernimmt ab August beim NLA-Konkurrenten Pfadi Winterthur den Bereich Vermarktung und Kommunikation.

Dean Fuss
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Der Ende Saison abtretende HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli übernimmt ab August bei NLA-Konkurrent Pfadi Winterthur den Bereich Vermarktung und Kommunikation.

Der Ende Saison abtretende HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli übernimmt ab August bei NLA-Konkurrent Pfadi Winterthur den Bereich Vermarktung und Kommunikation.

Bild: Alexander Wagner

Dass Lukas Wernli den HSC Suhr Aarau nach Ablauf der laufenden Saison verlassen wird, war bereits Mitte Dezember offiziell vermeldet worden. Der genaue Zeitpunkt des Abgangs beim Herzensverein wie auch seine Zukunft danach waren damals allerdings noch offen gewesen.

Jetzt, knapp zweieinhalb Monate später, ist klar: Wernli verlässt den HSC 30. Juni und hat bei Pfadi Winterthur unterschrieben. Damit bleibt er dem Handballsport erhalten. Der 30-Jährige übernimmt beim HSC-Ligakonkurrenten und aktuellen NLA-Leader ab August den Bereich Vermarktung und Kommunikation.

Das haben die Winterthurer am Montag in einer Medienmitteilung vermeldet. Wernli, diplomierter Sport-Manager und Inhaber des Zertifikats European Handball Manager, freut sich auf die neue Herausforderung:

«Ab der ersten Kontaktaufnahme habe ich grosses Vertrauen und Interesse seitens des Vereins gespürt. Ich fühle mich geehrt, ab Sommer ein Pfader zu sein und meinen Beitrag an eine gute Zukunft und gemeinsame Erfolge zu leisten.»

Einerseits lobt Wernli die enormen Vermarktungsmöglichkeiten in Winterthur dank der vorzüglichen Infrastruktur mit der 2018 eröffneten AXA-Arena sowie dem Nebenbau mit Geschäftsstelle, Fitnesspark, Sportschule, Bistro und Sportmed-Center. Andererseits faszinieren ihn das Traditionsbewusstsein, die grossen Ambitionen und die professionellen Strukturen im Verein.

14 Jahre Aarau im Einsatz für den HSC Suhr

Wernli stand die vergangenen 14 Jahre im Einsatz für den HSC Suhr Aarau. Während seiner KV-Lehre betreute er ab 2007 das Dossier HSC beziehungsweise TV Suhr. Sein Ausbildungsbetrieb hatte zu dieser Zeit das Marketing-Mandat beim Handballverein inne. Nach Abschluss der Lehre zeichnete er ab 2012 für den Aufbau der Geschäftsstelle verantwortlich, seit 2017 ist Wernli Geschäftsführer des HSC.

Lukas Wernli verfolgt den Supercup 2020 zwischen dem HSC Suhr Aarau und den Kadetten Schaffhausen in Winterthur mit Schutzmaske.
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Der erste Titel nach 20 Jahren: Sportchef Michael Conde (l.), Präsident René Zehnder (2.v.l.), Geschäftsführer Lukas Wernli (2.v.r.) und Teammanager Beau Kägi posieren mit der Supercup-Trophäe.
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HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli (l.) verabschiedet im April 2018 nach dem Viertelfinal-Aus gegen die Kadetten gemeinsam mit Trainer Misha Kaufmann (2.v.l.), Präsident René Zehnder (2.v.r.) und Sportchef Michael Conde (r.) seinen abtretenden Freund und HSC-Captain Patrick Romann.

Lukas Wernli verfolgt den Supercup 2020 zwischen dem HSC Suhr Aarau und den Kadetten Schaffhausen in Winterthur mit Schutzmaske.

Bild: Alexander Wagner

Zusammen mit dem Vorstand war Wernli in den vergangenen Jahren einer der massgeblichen Treiber der fortschreitenden Professionalisierung beim HSC gewesen. Erst diese Rahmenbedingungen haben die Etablierung des HSC in der NLA und die sukzessive Annäherung an die Spitze der Liga überhaupt möglich gemacht.

Wiedersehen mit ehemaligem HSC-Trainer Markus Jud

Bei Pfadi trifft Wernli auf einen alten Bekannten: Geschäftsführer und damit operativ Hauptverantwortlicher bei den Winterthurern ist nämlich seit 2016 Markus Jud. Dieser war ab Sommer 2015 während mehrerer Monate als Cheftrainer des damaligen NLB-Vereins HSC Suhr Aarau im Amt gewesen.

Zusammen mit Jud und Matias Schulz, der ehemalige argentinische Internationale ist für Sekretariats- und Organisationsarbeiten zuständig, sieht Pfadi durch die Verpflichtung Wernlis «die operative Basis für die Zukunft gut aufgestellt. Denn irgendwann ist diese Pandemie vorbei und Pfadi Winterthur will dannzumal für die Neuzeit gerüstet sein», wie es in der Medienmitteilung weiter heisst.