NLA-Handball

Keine zusätzliche Schonfrist nach Corona-Quarantäne: Der TV Endingen muss am Sonntag zum Abstiegskampf antreten

Maxime Bardet, der sichere Siebenmeter-Werfer des TV Endingen, und seine Teamkollegen erhalten vor dem Abstiegskampf in Basel keine Schonfrist.

Maxime Bardet, der sichere Siebenmeter-Werfer des TV Endingen, und seine Teamkollegen erhalten vor dem Abstiegskampf in Basel keine Schonfrist.

Die Handballer des Surbtaler NLA-Klubs erhalten keine Schonfrist: Nach ihrer zehntägigen Quarantäne müssen die Spieler des TV Endingen bereits am Sonntag, 25. Oktober, auswärts beim RTV Basel antreten. Ausserdem ist der Cup-Achtelfinal bei Handball Stäfa neu angesetzt worden: Die Partie findet am Freitag, 30. Oktober, statt.

Der TV Endingen hat alles versucht, genützt hat es nichts. Die Surbtaler müssen am kommenden Sonntag, 25. Oktober, auswärts beim RTV Basel zum Abstiegskampf in der NLA antreten. Zuerst hatte der Gegner dem Verschiebungsbegehren der Endinger eine Absage erteilt und diese unter anderem damit begründet, dass das Catering für die Partie bereits bestellt sei.

Nun hat auch der Schweizerische Handballverband SHV klare Richtlinien für Fälle, wie denjenigen des TVE, herausgegeben: Am Montagnachmittag wurden alle Vereine der Swiss Handball League SHL mit dem Schreiben «Spielansetzung nach Quarantäne» über den vom SHL-Vorstand und der Wettspielbehörde gemeinsam gefassten Beschluss informiert.

Dieser umfasst einen wesentlichen Punkt: Ein von einer Quarantäne oder ähnlicher behördlicher Anordnung betroffenes Team erhält nach deren Ablauf eine Frist von 60 Stunden eingeräumt, bevor das nächste Spiel angesetzt werden kann. «Auf diese Weise sollen dem Team zwei Teamtrainings an zwei Abenden ermöglicht werden», heisst es im Schreiben. Dies unter der Voraussetzung, dass die Mannschaft eine tägliche Trainingsgelegenheit hat, wovon in Bezug auf Teams aus der NLA und der NLB explizit ausgegangen wird.

Der TV Endingen befindet sich derzeit noch in Quarantäne, weil im Nachgang des 25:23-Heimsieges vom Samstag, 10. Oktober, gegen GC Amicitia ein Spieler der Zürcher positiv auf das Coronavirus getestet worden war. In der Folge hatten die Vereinsverantwortlichen erfolglos versucht, die im Abstiegskampf nicht ganz unwichtige Partie auswärts beim RTV Basel um ein paar Tage zu verschieben.

Cup-Achtelfinal gegen Stäfa neu angesetzt

Derweil wurde der Cup-Achtelfinal des TVE, der am Mittwoch, 14. Oktober, wenige Stunden vor Anpfiff hatte abgesagt werden müssen neu angesetzt: Das K.o.-Spiel auswärts bei NLB-Verein Handball Stäfa findet am Freitag, 30. Oktober, statt und wird im Frohberg um 20 Uhr angepfiffen.

Erfreulich verlief aus Endinger Sicht indes die Auslosung der Cup-Viertelfinals in der vergangenen Woche: Sollte sich die Mannschaft von Trainer Zoltan Majeri im Achtelfinal beim unterklassigen Stäfa erwartungsgemäss durchsetzen, wartet in der nächsten Runde der NLB-Verein Chênois Genève auf die Endinger. Ein mehr als machbares Los, das die Türe in den Cup-Halbfinal für den TVE weit aufstösst.

Sollte der Halbfinaleinzug gelingen, wäre es das erste Mal seit der Saison 2016/17, als der TVE – damals noch als NLB-Vertreter – sogar bis in den Cupfinal vorstiess und erst dort an Wacker Thun (26:35) scheiterte.

Die Meisterschaftspartie auswärts bei St. Otmar St. Gallen, die in der vergangenen Woche ebenfalls nicht hatte stattfinden können, wurde bereits vor ein paar Tagen neu angesetzt: Sie wird am Sonntag, 8. November, in der St. Galler Kreuzbleiche nachgeholt. Der Anpfiff erfolgt um 17 Uhr.

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