Fussball
Gränichen und Schöftland bleiben akut abstiegsgefährdet

Es ist ein Punkt der keinem etwas bringt. Zwei Spiele vor Schluss bleiben die beiden Aargauer 2. Liga interregional-Klubs Gränichen und Schöftland unter dem Strich.

Nicola Imfeld
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Der FC Gränichen taumelt in Richtung 2. Liga.

Der FC Gränichen taumelt in Richtung 2. Liga.

Nordwestschweiz

Wir stecken tief in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit. Ein letzter langer Ball von Gränichens Aussenverteidiger Dario Füchslin segelt an Freund und Feind vorbei ins Toraus. Es ist die letzte Aktion im Aargauer Derby zwischen dem FC Gränichen und dem SC Schöftland auf der Zehndermatte. Schöftland-Trainer Hansruedi Birrer regt sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff fürchterlich auf und sagt in Richtung Trainerbank: «Hätten wir doch kurz nach der Pause nur nicht so geschlafen.»

Dabei hat für seinen FC Schöftland alles so gut begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein ging der SCS bereits in der vierten Minute durch einen strammen Schuss von Basil Gmür mit 1:0 in Führung. Vor den Augen von Ex-Aarau Trainer Sven Chris setzte das Team von Birrer den Gastgeber Gränichen früh unter Druck. Der FC Gränichen kam in den ersten 45 Minuten nur einmal in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Ein Weitschuss aus rund 30 Metern von Janis Christ verfehlte das Ziel um gut einen Meter.

Eine Flanke führt zum Ausgleich

Ein älterer Herr mit Gränicher-Mütze meinte zur Halbzeit, dass Problem seines Teams erkannt zu haben. «Wir kreieren einfach zu wenige Torchancen. Es wäre doch so einfach, schon eine gut getretene Flanke könnte Gefahr bringen.» Und als ob die FCG-Spieler ihren Fan gehört haben, legten sie in der zweiten Halbzeit los wie die Feuerwehr. Schöftland-Torhüter Geissmann konnte erst einen Schuss von Gränichens Angreifer Tomislav Bajo parieren, war kurze Zeit später aber dann nach der sehnlichst herbeigewünschten Flanke chancenlos.

Der omnipräsente Bajo brachte die Hoffnung auf die dringend benötigten drei Punkte im Abstiegskampf auf die Zehndermatte zurück. Fortan war es dann auch Gränichen, dass auf den Siegestreffer drückte. Doch Bajo und Ivan Lopez scheiterten je einmal am hervorragend reagierenden Geissmann.

«Die Startphase der zweiten Hälfte ärgert mich natürlich», sagt Birrer nach dem Spiel. «Aber mit drei Punkte Rückstand auf den rettenden elften Platz ist noch alles möglich.» Anders sieht es für Gränichen aus. Mit vier Punkten Rückstand auf Rang elf wird es ganz schwer, den drohenden Abstieg noch zu verhindern. «Solange es noch rechnerisch möglich ist, werden wir nicht aufgeben», verspricht Arshik Ahmetaj mit einem müden Gesichtsausdruck. Fast schon fest steht aber, dass dies das letzte Aargauer Derby in der zweiten Liga interregional war.