Handball NLA

Drei Niederlagen in Serie: der HSC Suhr Aarau ist vom Verletzungspech verfolgt

Topskorer Tim Aufdenblatten im Abschluss.

Topskorer Tim Aufdenblatten im Abschluss.

Der HSC Suhr Aarau ist gut in die Saison gestartet. Doch nun musste man drei Niederlagen in Serie hinnehmen: Bern, Wacker Thun und Gossau. Was ist los?

Es ist schon eine Weile her, seit der HSC Suhr Aarau dreimal in Serie verloren hat. Nun musste man gegen Bern, Wacker Thun und Gossau als Verlierer vom Platz. Steckt der HSC Suhr Aarau in einer Krise? «Von einer Krise zu sprechen, wäre übertrieben. So ist der Sport», sagt Cheftrainer Misha Kaufmann schulterzuckend.

Und auch Topskorer Tim Aufdenblatten sieht die Situation gelassen: «Es ist normal, dass man zwischendurch verliert. Es waren zwei schwierige Spiele gegen Bern und Thun. Gegen Gossau kam zusätzlich noch eine Portion Pech dazu.»

Viele verletzungsbedingte Ausfälle 

Der Grund der angehäuften Niederlagen sei nicht zuletzt auf die vielen verletzungsbedingten Ausfälle zurückzuführen. So ist das Kader von Cheftrainer Kaufmann stark dezimiert, und auf vielen Positionen kommen junge Nachwuchshoffnungen zum Einsatz.

Für die Junioren ist diese Erfahrung sehr wertvoll. Es ist ihre Chance, sich auf höchstem Niveau zu beweisen und Spielpraxis zu sammeln. Damit sich die jungen Spieler im Team zurechtfinden, werden sie von den Partnervereinen zurückgeholt und trainieren mit der ersten Mannschaft.

Es werden unzählige Spielzüge und Abläufe trainiert. «Ich gehe nicht gerne unvorbereitet in ein Spiel und habe deshalb immer vier bis fünf Pläne in petto», sagt Kaufmann.

«Ich gehe nicht gerne unvorbereitet in ein Spiel und habe deshalb immer vier bis fünf Pläne in petto.»

Cheftrainer Misha Kaufmann

«Ich gehe nicht gerne unvorbereitet in ein Spiel und habe deshalb immer vier bis fünf Pläne in petto.»

Das Spiel gegen Wacker Thun verlor der HSC knapp mit 22:23 und auch gegen Bern war eine 19:23-Niederlage keine Schande. Einzig im Spiel gegen Gossau, welches in der unteren Tabellenhälfte platziert ist, wäre ein Sieg Pflicht gewesen. In diesem Spiel wurde Suhr Aarau zusätzlich zu den Verletzungsproblemen auch noch vom Pech verfolgt.

Captain Patrick Romann musste nach einer roten Karte vom Platz, und auch Topskorer Aufdenblatten konnte das Spiel wegen einer gebrochenen Nase nicht zu Ende spielen. «Im Moment fehlt uns fast das ganze Stammkader. Doch die Mannschaft kämpft und hat sich im Vergleich zum Gossau-Spiel gegen Bern bereits gesteigert», sagt Kaufmann.

Die Abwehr als Prunkstück

Die Stärke der Mannschaft kommt vor allem in der Abwehr zum Ausdruck. Im Durchschnitt musste man lediglich 23 Gegentore pro Spiel hinnehmen – der zweitbeste Wert der gesamten Liga.

«Die Abwehr steht – als unser Prunkstück – konstant kompakt und sicher. Uns fehlte zuletzt aufgrund der Verletzungen leider etwas die nötige Breite, um über die gesamte Spieldauer auch im Angriff die für Punkte benötigte Durchschlagskraft aufbringen zu können», sagt Geschäftsführer Lukas Wernli.

«Es war sehr schwer für mich, nicht spielen zu können. Man will der Mannschaft helfen. Und dann ist es besonders bitter, wenn man ein Spiel knapp verliert. Es stellt sich dann die Frage: Was wäre wenn?»

Topskorer Tim Aufdenblatten

«Es war sehr schwer für mich, nicht spielen zu können. Man will der Mannschaft helfen. Und dann ist es besonders bitter, wenn man ein Spiel knapp verliert. Es stellt sich dann die Frage: Was wäre wenn?»

Dass Zuschauen für Tim Aufdenblatten nichts ist, weiss er seit seinem Muskelfaserriss an der Wade vor einigen Wochen. «Es war sehr schwer für mich, nicht spielen zu können. Man will der Mannschaft helfen. Und dann ist es besonders bitter, wenn man ein Spiel knapp verliert. Es stellt sich dann die Frage: Was wäre wenn?», sagt der Topskorer.

Deshalb kam es für Aufdenblatten auch nicht infrage, nach seinem Nasenbruch zu pausieren. «Im Training war es nicht immer einfach und man geht den Zweikämpfen aus dem Weg. Doch zum Glück vergisst man im Spiel die Schmerzen sehr schnell und sie behindern mich kaum», sagt Aufdenblatten.

Fokus liegt auf dem nächste Spiel 

Das nächste Spiel findet am Samstag, 18. November (18 Uhr) gegen GC Amicitia Zürich statt. Für Topskorer Tim Aufdenblatten sind die Ziele klar: «Wir wollen das Spiel gewinnen und uns die wichtigen Punkte im Hinblick auf die Finalrunden-Qualifikation sichern.

Dass es ein Heimspiel ist, kann sicher auch nicht schaden.» Das nächste Etappenziel des HSC Suhr Aarau ist definiert: Die Finalrunde der besten 6 soll erreicht werden, um dann ab Februar, um die nationale Spitze der Top 4 zu spielen.

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