Eishockey

Die Powermäuse melden sich mit einem Sieg zurück

Können die Oltner auch dieses Wochenende wieder jubeln?

Können die Oltner auch dieses Wochenende wieder jubeln?

Zwar konnte der EHC Olten beim 4:1-Sieg im Thurgauischen von einer Portion Glück im Mitteldrittel profitieren, das interessiert aber am Ende kaum. Hauptsache, die ersten drei Punkte in der neuen NLB-Saison sind im Trockenen.

Das wärs gewesen: EHCO-Verteidiger Romano Pargätzi luchst in der 6. Minute dem ehemaligen Nationalspieler Adrian Wichser die Scheibe ab. Profiteur ist sein Namensvetter in den Reihen des EHC Olten: Adrian Brunner. Die Nummer 97 krallt sich das Spielgerät und zieht alleine aufs Tor von Thurgau-Keeper Janick Schwendener los. Sieger des Duells bleibt der Torhüter, der den Schuss mit der Schulter parieren kann.

Anstatt ein Erfogserlebnis zu verbuchen, kassieren die Gäste aus Olten nur wenige Sekunden später das 0:1: Marco Truttmann konnte nach seinem Vergehen nicht einmal auf der Strafbank Platz nehmen, da zappelte die Scheibe bereits im Netz. Nur 13 Sekunden brauchten die Ostschweizer, um ihre Überzahl durch Fadri Lemm ins 1:0 umzumünzen.

Das gleiche Szenaria – anderer Ausgang

Das vierte Spiel und der vierte 0:1-Rückstand. Der EHC Olten sah sich mit dem gleichen Szenario konfrontiert wie in seinen letzten zwei Auswärtspartien. In Mostindien jedoch war er zu einer Reaktion fähig. In der 13. Minute konnten die Powermäuse ihrerseits ein Powerplay ausnützen. Codey Bürkis Schuss prallte ab und landete vor den Füssen von Shayne Wiebe. Der Kanadier versenkte die Scheibe unhaltbar zum Ausgleich.

Grossen Anteil am Oltner Treffer gebührt seinem Landsmann Justin Feser - mit seinem Einsatz an der Bande hatte er die Zweiminutenstrafe überhaupt erst herausgeholt. Von da an liefs plötzlich für den EHCO. Im zweiten Spielabschnitt konnte das Team von Scott Beattie nach einer herrlichen Einzelleistung Wüsts und der Vollendung des Neulings Thomas Studer 2:1 in Führung gehen.

Im Anschluss überstand es mehrere heikle Situationen dank grossem Defensiv-Effort und konnte zudem von Glück reden, dass die Thurgauer in doppelter Überzahl entweder über die Scheibe schlugen oder am souveränen Keeper Thomas Bäumle scheiterten.

Das Glück der Powermäuse

Glück hatten die Oltner kurz darauf gleich nochmals. In der 32. Minute prallte ein Befreiungsschlag der in Unterzahl agierenden Powermäuse (Pargätzi) unvorhersehbar spitz von der Bande ab, so dass Wüst anstelle des eigentlich richtig positionierten Ostschweizer Verteidigers an die Scheibe kam und Brunner lancieren konnte. Diesmal entschied die Nummer 97 das Duell gegen Goalie Schwendener für sich – dank des glücklichen Shorthanders lag der EHC Olten 3:1 in Front.

Im Schlussabschnitt wurde es nicht mehr sonderlich gefährlich für die Gäste. Sie verpassten es vorerst, ihren Vorsprung während zweier Zweiminutenstrafen von Hockey Thurgau auszubauen, Captain Marco Truttmann holte dies aber später mit einem platzierten Slapshot zum 4:1 nach. Die Ostschweizer kamen noch ein-, zweimal gefährlich vors Tor und brachten Bäumle ins Schwitzen, aber nicht mehr aus der Ruhe.

Viel Luft nach oben

Der EHCO ist damit der erste Klub aus dem Mittelland, der in dieser Saison auf Thurgauer Boden drei Punkte einfahren kann. Zuvor haben die Ostschweizer die SCL Tigers (nach Penaltyschiessen) und den SC Langenthal (in der Verlängerung) niedergerungen. Trotz der ersehnten und wertvollen drei Punkte blieb in Weinfelden aber deutlich: Der EHC Olten hat noch viel Luft nach oben.

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