NLA

Der HSC Suhr Aarau verliert gegen den Underdog Fortitudo Gossau mit 23:28

Gibt es heute den Sieg für den HSC Suhr Aarau?

Gibt es heute den Sieg für den HSC Suhr Aarau?

Am Samstag gastierte der HSC Suhr Aarau beim Tabellenneunten Fortitudo Gossau. Eigentlich klar für den HSC, der vor diesem Spiel noch auf Platz 5 stand, dass ein Sieg her muss. Jedoch verlieren die Aargauer gegen den Underdog mit 23:28

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau hat den Jahresendspurt mit einer schmerzhaften Niederlage in Gossau begonnen. In der Ostschweiz unterlag das zu Spielbeginn bereits stark dezimierte und während des Spielverlaufs noch stärker dezimierte Team von Cheftrainer Misha Kaufmann mit 23:28. Zur Pause führten die Gastgeber, durch einen direkt verwandelten Freistoss nach Ablauf der Spielzeit durch Yannick Harder, mit 14:13.

Neben den verletzten Nikola Isailovic und Beau Kägi musste der NLA-Fünfte von Beginn an auf Milan Skvaril verzichten, der verletzt von der Nationalmannschaft zurückkehrte. Captain Patrick Romann ging grippegeschwächt in die Partie, Topscorer Tim Aufdenblatten, Torhüter Dario Ferrante und Raphael Rohr angeschlagen.

Guter Start

Dennoch gelang der Start gut, weil Tim Aufdenblatten offensiv und Dario Ferrante defensiv stark aufspielten. Die 4:1-Führung nach fünf gespielten Minuten war hochverdient, der Gastgeber beeindruckt und die Partie in den Händen des HSC.

Durch einige nun vermeidbare, technische Fehler kam Gossau aber schnell auf, verkürzte und glich aus (4:4 10.) und ging in der 17. Spielminute dann gar erstmals mit 7:6 in Führung.

Nach zehn weiteren, ausgeglichenen Minuten attackierte Forti-Linkshänder Nils Ham dann Tim Aufdenblatten auf 11 Metern mit einem üblen Schlag ins Gesicht, den den Topscorer fortan mit gebrochener Nase ausser Gefecht setzte. Eine klare rote Karte, die jedoch nur mit zwei Minuten geahndet wurde.

Alles in die Waagschale

Noch dezimierter warf der HSC Suhr Aarau in der Folge weiter alles in die Waagschale, lief zwar meist einem Rückstand hinterher, liess sich jedoch nie abschütteln. Zur Pause bedeutete der direkt verwandelte Freistoss von Yannick Harder die knappe 14:13-Führung der Ostschweizer.

7 Minuten nach dem Seitenwechsel, einem weiteren Schlag von Ham ins Gesicht von Patrick Romann (wieder nur mit einer Zeitstrafe geahndet) fiel mit Ilan Baumann der nächste HSC-Spieler mit blauem Auge für den Rest der Partie aus. Ihm folgte fünf Minuten später Captain Romann, der seine dritte Zeitstrafe (davon zwei äusserst fragwürdige bzw. sicherlich für nicht von ihm verursachte Fouls) kassierte.

Den Schiedsrichtern glitt die Partie in dieser Phase leider aus den Händen, die Regelauslegung war keinesfalls ausgeglichen - bei vier ausgefallenen Spielern und einem Zeitstrafen-Verhältnis von 8:4 gegen den HSC Suhr Aarau. Die Gangart wurde von Aktion zu Aktion entsprechend härter und damit gefährlicher.

Der Weg schien weit

Als Martin Slaninka kurz darauf ebenfalls noch eine Zeitstrafe kassierte, schien der Weg zu weit, um mit diesem dezimierten Kader noch Punkte aus der Ostschweiz mitzunehmen. Was die HSC-Spieler, die noch zur Verfügung standen, aber in der Folge zeigten, verdient grössten Respekt. Radovanovic hielt stark und Youngster Timmothy Reichmuth spielte im linken Rückraum gross auf - bediente Lukas Strebel am Kreis, der in der 50. Spielminute zum 20:21-Anschluss traf.

Das Team lieferte gemeinsam allen Umständen zum Trotz einen grossen, leidenschaftlichen Kampf und Gossau schien beeindruckt. Reihte Fehler an Fehler, durfte sich am Ende aber bei Topscorer Lucius Graf und vor allem Rückhalt Aurel Bringolf bedanken, der den erneuten Anschluss zum 23:22 in dieser Phase spektakulär verhinderte und so den Weg zum 28:23-Heimsieg ebnete. Schade, dass es der NLA-Modus leider nicht zu einem Hauptrunden-Rückspiel im Schachen kommen lässt!

Ein Abnützungskampf sondergleichen, der leider weitere verletzte Spieler mit sich bringt - das ist bitterer als die zwei heutigen, verlorenen Punkte.  

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