Schwingen
Bruno Gisler bleibt in Möhlin unangefochten

Als einziger Eidgenosse im Feld der 80 Schwinger, darunter 25 Kranzschwinger, blieb Bruno Gisler am Fricktaler Abendschwinget in Möhlin souverän und erkämpfte sich das Rind Jena.

Hans Zemp
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Tagessieger Bruno Gisler (links) nimmt Benjamin Gloor entschlossen in den Griff.

Tagessieger Bruno Gisler (links) nimmt Benjamin Gloor entschlossen in den Griff.

Hans Zemp

Die Fricktaler gaben sich vor heimischem Publikum stark wie selten zuvor. Gäste aus Küssnacht am Rigi und Thun waren mit von der Partie.

Der momentan stärkste Eidgenosse der Nordwestschweiz, Bruno Gisler aus Rumisberg, spielte im Anschwingen gegen Thomas Notter, Tägerig, entschlossen seine Stärke aus und drehte diesen am Boden auf die gültige Seite. Cedric Huber, Pratteln, konnte dem Aufreisser Gislers nichts entgegensetzen. Einzig Roger Erb, Oberwil, gelang es, dank starker Gegenwehr ein Remis über die Runden zu bringen. Sowohl der Fricktaler David Schmid wie Benjamin Gloor aus Leutwil hatten die gute Tagesform Gislers zu anerkennen. Diese Leistung reichte dem Eidgenossen zum Schlussgang.

Thomas Stocker, Obermumpf, stellte im Anschwingen mit dem Solothurner Johann Scherer und bezwang anschliessend den Innerschweizer Dominik Betschart, den Berner Michael Leuenberger und die beiden Nordwestschweizer Philip Schwob und überraschend auch Samuel Schaffner. Im Schlussgang brauchte der Eidgenosse dann nur gerade zwanzig Sekunden, um den in diesem Moment noch punktgleichen Fricktaler mit Kurz und Bodenarbeit zum Resultat zu betten.

Fokus nicht nur auf Kranzfeste

Für Bruno Gisler sind Klubschwingfeste sehr wichtig. Einerseits sei es nicht richtig, nur Kranzfeste zu bestreiten. Und der Fricktaler Abendschwinget kam ihm gelegen, um im Wettkampfrhythmus zu bleiben, was diesmal nach Abbruch des Weissensteinschwingets besonders wichtig sei, weil das Nordwestschweizerische in zwei Wochen ansteht und er auf das Unspunnenfest hin seine momentan hervorragende Form unbedingt behalten will. Ein Schwingfestsieg sei immer auch Motivation. Zum Gestellten mit Erb meinte er, dass er eine strenge Arbeitswoche hinter sich habe und darum nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Thomas Stocker blieb zusammen mit Benjamin Gloor der Ehrenplatz, noch vor Jürg Mahrer, David Schmid und Cedric Huber auf Rang drei. Neben den Aktiven standen auch 80 Jungschwinger im Einsatz. Bei den Ältesten blieb der Sieg im Fricktal, bei Jimmy Hasler aus Hellikon.