Bogenschiessen

Bogenschütze Patrizio Hofer ist jetzt offiziell Profisportler

Der Startschuss in eine neue Ära: Patrizio Hofer will wieder zurück an die Weltspitze.

Der Startschuss in eine neue Ära: Patrizio Hofer will wieder zurück an die Weltspitze.

Beim Oftringer Unternehmen Sky Art Archery, Hofers neuem Arbeitgeber, kann sich der 32-Jährige voll und ganz auf seine Leidenschaft fokussieren: das Schiessen mit dem Compoundbogen.

Wenn Bogenschütze Patrizio Hofer heute seinen ersten Fuss aus dem Bett setzt, wird dies sein allererster Schritt in eine neue Ära sein. Denn ab heute darf sich der Mellinger offiziell als Profisportler bezeichnen.

Schiessen mit dem Compoundbogen als Leidenschaft

Beim Oftringer Unternehmen Sky Art Archery, Hofers neuem Arbeitgeber, kann sich der 32-Jährige voll und ganz auf seine Leidenschaft fokussieren: das Schiessen mit dem Compoundbogen. Als Pro-Staff-Direktor hilft er nebst seinem individuellen Training auch aktiv bei der Produktion, Entwicklung und Vermarktung neuer Bögen mit. Für Hofer ein Kindheitstraum, der seit heute auf wundersame Art und Weise Realität wurde. «Momentan ist alles noch zu schön, um wahr zu sein», strahlt er.

Seit ganz klein zieht Hofer Pfeile aus dem Köcher

Ein Märchen, das vor gut drei Monaten seinen Lauf nahm. Im Februar wurde der Aargauer von der Bogen-Firma erstmals kontaktiert, «wie aus dem Nichts», ergänzt Hofer. Doch das Interesse aus Oftringen kommt nicht von ungefähr. Denn seit seinem siebten Lebensjahr zieht Hofer Pfeile aus dem Köcher und mit 14 duellierte er sich bereits mit Schützen aus der Elite-Kategorie.

«Und war zum Teil sogar besser», fügt er schmunzelnd an. Inzwischen hat er über 40 Medaillen an Schweizer Meisterschaften geholt und an EM-, WM-, und Weltcup-Turnieren Podestplätze erreicht. Vor zwei Jahren war er die Nummer 4 der Welt, heute rangiert er in den Top 20. Sein letztes Ausrufezeichen setzte er an der EM letzte Woche in Amsterdam, wo er den 9. Schlussrang belegte – wie so oft, als klar bester Schweizer.

Das Bild eines modernen Schützen

Nebst seinen Erfolgen verkörpert der Schütze vom Birmenstorfer Archery Team 92 vor allem eines – das Bild eines modernen Schützen. Auch Hofer ist sich bewusst, dass man die Öffentlichkeit nur dann mobilisieren kann, wenn man dem angestaubten Image neuen Glanz verleiht. «Wir müssen mehr Spektakel bieten. Und durch meine Stelle als Vollprofi fühle ich mich verpflichtet, diesen Erwartungen und Anforderungen gerecht zu werden.»

Momentan lässt Hofer aber alles auf sich zukommen. Auch er kann noch nicht abschätzen, wie das Leben als Profi funktionieren wird. Was er mit Bestimmtheit weiss, ist, dass der Schritt zum Profi noch keinen Profi an sich ausmacht. Das gehe nicht auf Knopfdruck, sagt er.

So plant er, ab 2013/2014 wieder vorne an der Weltspitze mitzumischen. Die kommende Saison sieht Hofer als «einen Übergang, wo sich zuerst mal alles einpendeln muss». Die Weichen ins neue Abenteuer sind gestellt. «Gespannt» ist er, aber dieses Gefühl kennt er ja schon seit Kindesbeinen.

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