Ringen
Bis zuletzt ehrenvoll gekämpft

Die Freiämter Ringer verfehlten am Swiss Cup zwar den angestrebten Final. Aber mit Rang 3 zeigte das ersatzgeschwächte Team am Open-Air-Turnier in der Badi Muri eine solide Leistung.

Wolfgang Rytz
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Im kleinen Final um Rang 3 punktete der Freiämter Edeljoker Reto Stadelmann (oben) in der Klasse bis 80 kg Freistil den Thalheimer Reto Graf mit spektakulären Angriffen aus.

Im kleinen Final um Rang 3 punktete der Freiämter Edeljoker Reto Stadelmann (oben) in der Klasse bis 80 kg Freistil den Thalheimer Reto Graf mit spektakulären Angriffen aus.

Wolfgang Rytz

Knackpunkt war einerseits das Verletzungspech, andererseits das fehlende Losglück. Trotz harzigem Turnierbeginn zog Gastgeber Freiamt mit Siegen gegen Brunnen (19:7), Thalheim (17:12) und Hergiswil (17:10) in den Halbfinal ein. Dort erwies sich aber Willisau als stärker. Die zwischenzeitliche 9:5-Führung dank den starken Freiämter Leichtgewichtern Nils Leutert und Randy Vock und dem Greco-Ass Pascal Strebel liess Hoffnungen aufkommen. Aber in den oberen Gewichtsklassen reichte die Substanz nicht zur Finalqualifikation. Die Luzerner wendeten das Blatt mit drei deutlichen Einzelsiegen auf 10:16. Trainer Adi Bucher suchte nicht nach Ausreden. «Willisau war in dieser Besetzung klar besser als wir.» Nach Nino Leutert (Hirnerschütterung) fiel am Vormittag auch noch Nico Küng aus. Ausserdem fehlte Schwinger Roman Zurfluh die ringerische Form. Als er den vorletzten Kampf nach gutem Beginn mit 5:11 Wertungspunkten verlor, stand Willisau als Finalist fest.

Keine Einsiedeln-Revanche

Zum grossen Bedauern aller Ringerfreunde kams im ganzen Turnierverlauf nicht zum direkten Aufeinandertreffen mit Einsiedeln und damit zur Revanche nach dem heissen Bronzeduell im Dezember, das für Freiamt geendet hatte. Die ehrgeizigen Klosterdörfler hatten im zweiten Halbfinal gegen Nationalliga-B-Vertreter Thalheim leichtes Spiel, wie das Resultat von 21:6 aufzeigt. Im Final war dann Willisau eine Klasse zu stark. Einsiedeln gewann nur zwei der sieben Einzelduelle und musste den Luzernern mit 7:20 den dritten Swiss-Cup-Sieg zugestehen.

Sieg gegen Thalheim

Im kleinen Final bestand Freiamt den Charaktertest bei schwülwarmen Temperaturen unter gleissender Sonne gegen Thalheim. Sogar Roman Zurfluh steigerte sich, womit ein komfortabler 19:6-Sieg resultierte. Der Oberfreiämter hielt dank körperlichen Vorteilen den NLA-Teamkollegen Marc Weber mit 5:9 Punkten auf Distanz. Am Morgen hatte Zurfluh dieses Duell überraschend verloren. Mit technischer Überlegenheit holten Nils Leutert, Michi Bucher und Reto Stadelmann einen Vierer für Freiamt. Dazu gewann Pascal Strebel 9:0, womit die Basis für Schlussrang 3 gelegt war. Zuletzt setzte sich in der Schwergewichtsklasse auch noch Adrian Wetzstein mit einer Fleissleistung durch.

Trainer Adi Bucher sprach später von einem «ehrenvollen Mannschaftssieg mit gutem Einsatz». Jetzt folgt für die Freiämter Ringer eine zweiwöchige Trainingspause, bevor der Aufbau für die Nationalliga-A-Saison im Herbst beginnt. Im Juli verreist die Ringerstaffel Freiamt für zwei Trainingswochen nach Kiew.

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