Kunstturnen
Aargaus Kunstturnerinnen holen den siebten Mannschaftstitel

An den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften waren die Aargauer Kunstturnerinnen und Kunstturner das Mass aller Dinge. Die Frauen holen den siebten Team-Titel in Folge, die Männer sind souverän.

Margot Wiederkehr
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Die siegreichen Aargauerinnen – umrahmt vom Trainerduo Victorija und Renato Gojkovic.

Die siegreichen Aargauerinnen – umrahmt vom Trainerduo Victorija und Renato Gojkovic.

Markus Hunziker

Sie dominierten die Wettkämpfe am Wochenende in Freienstein ZH und holten beide Pokale souverän. Den Kunstturnerinnen gelang das Husarenstück zum siebten Mal in Folge.

Die Vorgabe bei den Männern war klar: Titel und Goldmedaille sollten zurückerobert werden. Um dies zu erreichen, setzten die Trainer auf Risiko. Sie verzichteten auf Zusatzturner, boten nur ihre Cracks Oliver Hegi, Christian Baumann, Mark Ramseier und Severin Rohrer auf; und diese dominierten den Wettkampf von Anfang an. Alle Turner bestätigten ihre guten Leistungen von den Einzelmeisterschaften am vergangenen Wochenende.

Die Aargauer gewannen souverän mit knapp 3 Punkten Vorsprung auf Zürich und Solothurn. Dass Aargau II und nicht das erste Team zuoberst auf dem Podest stand, hatte mit Kalkül zu tun, passten die Trainer doch kurzerhand die Einteilung der zugelosten Gerätefolge an. Sie wählten für ihre besten Turner den Sprung als Schlussgerät und behielten damit einen Trumpf im Ärmel. Denn am Sprung sind immer die höchsten Noten zu erwarten. So ging der Pokal eben an Aargau II.

Um mit dem anderen Team den Ligaerhalt zu erreichen, wurden auch altgediente Turner zurück auf den Wettkampfplatz geholt. Davor Studer, Markus Setz, Lukas Fellmann und Raphael Fischer lieferten die gewünschten Noten, der junge Dario Brühlmann bestätigte die in ihn gesetzten Hoffnungen. Michael Meier leistete sich keine Blösse, turnte ausgezeichnet und führte somit sein Team auf Platz fünf.

Fulminante und risikoreiche Frauen

Gibt es zum siebten Mal in Folge Gold für die Frauen? Bleibt die 2. Mannschaft A-klassig? Diese Fragen galt es in der NLA bei den Turnerinnen zu klären. Das Trainerteam Victorija und Renato Gojkovic setzte alles daran, beide Ziele zu verwirklichen. Sara Catanzaro eröffnete den Wettkampf fulminant am Sprung und am Barren und liess keine Zweifel aufkommen. Jessica Diacci, Jennifer Senn, Mireja Gloor und Lisa Fischer setzten ihr Team mit hohen Noten gleich an die Spitze, turnten brillant und risikoreich und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Sie siegten hochverdient mit 7,75 Punkten Vorsprung vor Tessin und Bern. Sara Catanzaro bewies wiederum ihre grosse Klasse mit der höchsten Einzelwertung.

Auch Aargau II löste die gestellte Aufgabe. Auf Rang fünf, mit 3,8 Punkten Vorsprung, verwiesen die Turnerinnen Basel auf den Abstiegsplatz. Besonders tat sich dabei Livia Schmid hervor. Mit ihren elf Jahren steuerte sie vier zählende Noten zum Teamerfolg bei und bügelte damit den einen oder anderen Wackler von Melanie Steinacher, Joelle Hug und Ayse Karadag aus. Die Aargauer Frauen setzten noch zwei weitere Teams in Freienstein ein. In der NLB bestätigte Aargau III den letztjährigen Aufstieg mit einem souveränen Bronzeplatz. Die Jüngsten taten es ihnen in der NLC gleich und belegten die Vormachtstellung des Rüeblikantons.