Das Wetter war den Schwingern an der Jubiläumsausgabe der Weissenstein-Schwinget schon am Morgen nicht besonders freundlich gesinnt. Es war ein nasser Start in den Tag für Kilian Wenger und seine Kollegen. Im Verlaufe des Morgens wurde es keineswegs besser. Der Regen nahm zu und immer stärkere Windböen zogen über den Jura. Kurz vor dem Mittag wurde dann der Wettkampf abgebrochen. Einen Tag danach erreicht az online den OK-Präsidenten, Michael Guldimann, auf dem Solothurner Hausberg. Im Interview zeigt sich: Für die 61. Ausgabe am 22. Juli 2012 kann es wettertechnisch nur noch besser werden.

az online: Herr Guldimann, was war schliesslich der Hauptgrund für den Abbruch?

Michael Guldimann: Es war alles zusammen. Der Regen an sich wäre noch nicht so schlimm gewesen, aber der Wind liess beispielsweise das Juryhäuschen bedrohlich wackeln, sodass wir uns zur Sicherheit aller für einen Wettkampfabbruch entschieden.

Am Abend teilten Sie dann mit, dass es keine Neudurchführung geben wird. Wieso?

Nächstes Wochenende findet schon das Uhurufestival auf dem Weissenstein statt, sodass wir den Platz räumen müssen. Zudem wären auch die Wetteraussichten für diese Woche nicht besonders gut und auch finanziell liegt es nicht drin, die ganze Infrastruktur länger stehen zu lassen. Da auch Ferien sind, ist nächstes Wochenende ein Teil unserer Helfer gar nicht mehr da.

Sie sprachen das Finanzielle an. Droht der Weissenstein-Schwinget aufgrund des Abbruchs nun ein Defizit?

Nein. Wir hatten im Vorverkauf über 2000 Tickets abgesetzt. Bei schönem Wetter wären noch mehr Personen auf den Weissenstein gekommen. Einzig die Festwirtschaft lief wegen des Wetters natürlich nicht wie gewünscht. Wir werden aber keine roten Zahlen scheiben.

Wie reagierten die Zuschauer auf den Abbruch?

Ich hörte keine einzige negative Stimme. Es war somit Verständnis für den Entscheid da. Ein Teil ging nach dem Abbruch ins Zelt der Festwirtschaft und ein Teil direkt nach Hause.

Wie wird der Wettkampf nun gewertet?

Er wird gar nicht gewertet.

Und was passiert mit dem Rind, welches für den Sieger bereit stand?

Das ist schon wieder zurück beim Lieferanten.

Herzlichen Dank für das kurze Interview. (san)