Langendorf
Kulturkommission fällt den Sparmassnahmen zum Opfer

Die Kulturkommission der Gemeinde Langendorf wird aufgelöst. Auch der Vertrag mit dem Verein Tagesmütter wird gekündigt. Dies im Rahmen der Sparmassnahmen.

Rahel Meier
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Zu den Hauptaufgaben der Kulturkommission gehört das Organisieren des Anlasses zum 1. August.

Zu den Hauptaufgaben der Kulturkommission gehört das Organisieren des Anlasses zum 1. August.

Hanspeter Bärtschi

Im Rahmen der Überprüfung aller freiwilligen Leistungsfelder der Gemeinde diskutierte der Gemeinderat vor einer Woche die Zukunft der Kulturkommission. Die Frage war, ob sie weiter bestehen soll oder andere Aufgaben übernehmen könnte. Die Hauptaufgaben sind heute die Organisation des 1.-August-Anlasses und des Neuzuzüger-Apéros. Zudem werden weitere Anlässe angeboten, die mehr oder weniger gut besucht werden.

Monika Roth Mock (als Ressortverantwortliche) nahm in der Zwischenzeit Rücksprache mit der Kulturkommission. Die Mitglieder hätten sehr unterschiedlich reagiert, so Roth. Auch innerhalb der Kulturkommission selbst habe man bereits über die künftige Ausrichtung diskutiert.

Der Gemeinderat entschied sich am Montagabend nach kurzer Diskussion mit 8 Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung, zur Auflösung der Kommission. Anlässe, die bereits organisiert sind, werden noch durchgeführt. Noch nicht entschieden ist der Beitrag für das Alte Spital. Der Gemeinderat wird eine seiner nächsten Sitzungen dort abhalten und sich danach den Betrieb zeigen lassen.

Bei der Bildung nicht sparen

Überprüft wurden auch die freiwilligen Leistungsfelder im Bereich Bildung. Alle Ausgaben werden beibehalten. Es ging dabei als Erstes um die Weiterbildung der Musiklehrkräfte (2013: Ausgaben von 1075 Franken) und den Beitrag an den Verband Solothurner Musikschulen (2013: 985 Franken). Auch die Ausgaben für die Lehrerfortbildung an der Primarschule und der Oberstufe werden beibehalten (Anteil Langendorf für 2013 rund 10 000 Franken).

Umstritten war hingegen der Betrag für den Bereich EPA (externe Fachperson für erweiterte pädagogische Anliegen). Dieser war mit dem letzten Budget auf 45 000 Franken (für alle drei Gemeinden des Schulkreises) plafoniert worden. Patrick Sutter wollte den Betrag auf 30 000 Franken senken. Dem widersprachen andere Gemeinderäte, die klar sagten, dass die Kosten in Langendorf im Rahmen liegen würden, weil die Fachperson auf Abruf angefragt werde. Andere Gemeinden hätten eine Schulsozialarbeit mit Büro in der Schule. «Wir haben eine gute und eine günstige Lösung», so Andrea Kronenberg. Der Antrag Sutters erhielt 2 Ja-Stimmen; fünf Gemeinderäte wollten die 45 000 Franken beibehalten und zwei enthielten sich. Schulsport (3822 Franken), Schulreisen (9393 Franken) und Schullager (total 29 312 Franken) werden ebenfalls beibehalten.

Sparpotenzial bei Tagesmüttern

Im Bereich Jugend/Familien/Alter fand der Gemeinderat Sparpotenzial bei den Tagesmüttern. Da Langendorf eine Kinderkrippe, einen Schülerhort und einen Mittagstisch unterhalte, könne man den Vertrag mit dem Verein Tagesmütter getrost kündigen. «Wir haben genügend Angebote», so Gemeindepräsident Hans-Peter Berger.

Im Jahr 2013 kostete die Defizitgarantie dafür 13 868 Franken. Nicht bestritten war das Verschicken der Elternbriefe der Pro Juventute (2500 Franken) und das Weiterführen der Jugendkommission (6400 Franken). Bei der Jugendarbeit gab es zwei Gegenstimmen, diese wird aber weitergeführt (Besoldung Jugendarbeiter 70 500 Franken, Betriebsbeitrag 12 500 Franken). Wieder einmal wurde aber betont, dass die Gemeinden Rüttenen und Oberdorf ebenfalls einen Beitrag leisten sollten.

Unbestritten waren die Angebote Kinderkrippe (51 000 Franken), Schülerhort (40 000 Franken), Spielgruppe Bäremutz (1300 Franken) und Mittagstisch (20 500 Franken).