Bellach
Keine Chance für die Spitzallmend-Einsprecher

Der Gemeinderat von Bellach hat alle 26 Einsprachen zu den Plänen zur Spitzallmend abgelehnt. Vier Einsprachen waren verspätet eingereicht worden.

Urs Byland
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Spitzallmend in Bellach. Hinten links entsteht die neue Haltestelle.

Spitzallmend in Bellach. Hinten links entsteht die neue Haltestelle.

Urs Byland

Der Regierungsrat sagte ja zur Einzonung Bellach Ost (wir berichteten), was der Gemeindepräsident noch am gleichen Abend an der Gemeinderatssitzung mitteilen konnte. Dort war auch die Spitzallmend ein Thema. Das Traktandum war nicht öffentlich, ging es doch um die Einsprachen zur Zonenplanänderung und zum Gestaltungsplan Spitzallmend. Vier Einsprachen waren verspätet eingereicht worden.

Auf diese wurde nicht eingetreten. Die restlichen 26 Einsprachen wurden vom Gemeinderat mit 10 zu 3 Stimmen allesamt abgewiesen, wie Gemeindepräsident Anton Probst im Anschluss an die Sitzung mitteilte.

Diskutiert wurde an dieser Sitzung auch noch der Erschliessungsplan Bushaltestelle Hüslerhof. Dieser wird vom Kanton öffentlich aufgelegt werden. Nötig wurde der Erschliessungsplan, dem gleichzeitig die Bedeutung einer Baubewilligung zukommt, im Zusammenhang mit der Überbauung auf dem angrenzenden Gemeindegebiet von Langendorf. Überbauung und Bushaltestelle müssen gleichzeitig erstellt werden. Der Kanton rechnet mit Ausgaben von 350 000 Franken (ohne Buswartehäuschen).

Der Kostenanteil von Bellach beträgt zirka 80 000 Franken. Dazu kommen die Kosten von zirka 90 000 Franken für das gedeckte Buswartehäuschen inklusive einer Stützmauer. «Ich habe ein Problem, wenn der Kanton kommt und uns einfach etwas aufzwingt», sagte Gemeinderat und Kantonsrat Fritz Lehmann. Der Ärger beziehe sich nicht nur auf die aufgezwungenen Ausgaben, sondern auch auf die zu erwartenden Kosten für das Buswartehäuschen. «Ich habe auch lieber ein Dach über dem Kopf, aber es ist zu teuer», pflichtete ihm Roland Stadler zu.

Dennoch genehmigte der Gemeinderat den Erschliessungsplan und gab diesen frei für die Publizierung durch den Kanton. Der Kostenanteil der Gemeinde ist bereits im Investitionsbudget. Über das Buswartehäuschen will der Gemeinderat erst später, nach weiteren Abklärungen durch Bauverwalter Hans Lüthi, entscheiden.

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