Sie geben sich als vermeintliche Polizisten aus und warnen ihre Opfer – meistens Senioren –  per Telefon vor Einbrechern, die in der Region ihr Unwesen treiben würden. Dann bieten sie diesen an, vorbeizukommen, um ihre Wertsachen mitzunehmen und sicher zu verstauen.

Solche Trickbetrüger waren über die Feiertage besonders aktiv. Speziell im Fokus der Gauner: Die Gemeinde Kleinlützel im Schwarzbubenland. Rund 20 solcher Betrugsversuche hat die Solothurner Kantonspolizei vom 23. bis 25. Dezember dort registriert, wie das Regionalfernsehen «TeleM1» berichtete.

Wieso ausgerechnet Kleinlützel so in den Fokus der Betrüger gerückt ist, können sich Anwohner nicht erklären. «Hier hat es weder Luxusvillen noch sehr reiche Leute», erzählt eine Passantin gegenüber «TeleM1». Und auch bei der Solothurner Kantonspolizei sei man ratlos, wie Mediensprecherin Thalia Mosimann mitteilt. 

Masche bereits erfolgreich

Dass sich Betrüger so stark auf eine Region einschiessen, sei eine neuere Entwicklung, erklärt Mosimann. Es könne zwar durchaus vorkommen, dass es zu mehreren Betrugsversuchen in einer Region komme. «Eine solche Häufung konnten wir bis anhin aber nicht feststellen», erklärt die Mediensprecherin.

Während in Kleinlützel offenbar noch niemand auf die Masche hereingefallen ist, haben Betrüger mit eben diesem Trick vor knapp zwei Wochen einer Seniorin aus dem Schwarzbubenland über 100'000 Franken entwendet.

80-Jährige übergibt falschem Polizisten 100'000 Franken

80-Jährige übergibt falschem Polizisten 100'000 Franken

Der Betrüger hat sich im Schwarzbubenland eine grosse Beute geholt. Wie konnte es so weit kommen?

 

Mittlerweile scheinen die Betrüger aber wieder von Kleinlützel abgelassen zu haben. Bei der Polizei gingen aktuell keine weiteren Meldungen mehr ein. (rka)