DV
Wasserqualität im Gäu ist sehr gut, aber verbesserungsbedürftig

Die Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu verlief zügig.

Alex Heim
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Vorstand des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu: von links: Urs Staubli, Aktuar; Hans Ackermann, Präsident; Therese Nyffeler, Verwalterin; Daniel Vogel, Vizepräsident der Betriebskommission; Marcel Ackermann, Beisitzer

Vorstand des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu: von links: Urs Staubli, Aktuar; Hans Ackermann, Präsident; Therese Nyffeler, Verwalterin; Daniel Vogel, Vizepräsident der Betriebskommission; Marcel Ackermann, Beisitzer

Alex Heim

Rund 30 Delegierte und Vorstandsmitglieder genehmigten in einer Stunde die Traktanden der 38. DV des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu. Unter dem Vorsitz von Hans Ackermann (Wolfwil) konnten die Geschäfte ohne grosse Wortmeldungen erledigt werden. Wie dem Bericht der Betriebskommission entnommen werden kann, war die Qualität des Trinkwassers im Gäu jederzeit sehr gut, aber weiterhin verbesserungsbedürftig. Noch immer ist der Nitratgehalt etwas hoch, aber nie zu hoch.

Die Nitratkommission wird sich in der nächsten Zeit schwerpunktmässig mit dem Gemüseanbau beschäftigen und hofft, dass ein Gemüsebauer im Gremium Einsitz nimmt, damit diese Probleme gemeinsam angegangen werden können.

Die Rechnung 2015 und das Budget 2017 wurden von der Verwalterin, Theres Nyffeler, präsentiert und einstimmig genehmigt.

Wasserverbrauch seit 30 Jahren

Der Präsident machte in seinem Jahresbericht interessante Ausführungen zum Wasser. Im Jahr 1900 wurde mit den Erhebungen zum Wasserverbrauch begonnen. Rund 200 Liter betrug der damalige Wasserkonsum pro Tag und Einwohner. Bis ins Jahr 1981 stieg der Verbrauch auf 500 Liter pro Einwohner und tag an. Seither sank der Wasserverbrauch um rund 100 Liter auf etwa 400 Liter pro Einwohner und Tag. Neue Produktionsverfahren und Strukturänderungen führten in der Industrie und im Gewerbe zu diesem markant kleineren Wasserverbrauch.

Allein im Haushalt konnte der Trinkwasserverbrauch in den letzten 20 Jahren um rund 20 Liter pro Person und Tag verringert werden. 162 Liter pro Einwohner und Tag verbraucht man heute im Haushalt, davon werden etwa 30 Prozent, also gegen 50 Liter, für die Toilettenspülung benötigt. Für die Körperpflege (Baden/Duschen) braucht man etwa gleich viel wie für die Waschmaschine, nämlich je fast 20 Prozent. Etwas hoch ist immer noch der Wasserverlust. 13,5 Prozent des geförderten Wassers gehen irgendwo verloren. Vielleicht kann da der Ersatz von alten Wasserleitungen etwas Abhilfe schaffen.

724`000 Kubikmeter Wasser wurden im letzten Betriebsjahr gefördert und in die 7 Verbandsgemeinden geliefert. 20 Stunden täglich waren die Wasserpumpen in Betrieb. Schon lange ist man daran, die Kapazität für die Wasserlagerung auszubauen, damit die Pumpen weniger belastet werden. Leider ist man in dieser Angelegenheit im letzten Jahr keinen Schritt weitergekommen. Der Vorstand hofft auf ein positives Signal aus Egerkingen, damit die dringend benötigte Lagerung erweitert werden kann.

Der Vizepräsident der Betriebskommission, Daniel Vogel, orientierte die Versammlung über die Arbeit der Betriebskommission. Sämtliche Anlagen wurden auch im letzten Jahr ordentlich betrieben und gewartet. Der Pegel des Grundwassers im Gäu hat sich wieder gut erholt und ist im Moment sehr hoch.

Alle Messungen, auch diejenigen der Lebensmittelkontrolle, waren immer sehr gut. Im Sommer 2015 wurde von der Suva eine Radon-Messung durchgeführt. Die Strahlung ist weit innerhalb des Grenzwertes. Die Versammlung nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, dass Wassermenge und -qualität jederzeit gewährleistet waren. Dies ist und muss auch künftig das Ziel der Verantwortlichen des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu sein.