Weihnachtskonzert
Karin Nauer verzauberte das Publikum in Wolfwil

Die Konkordia und die Brass Band Harmonie zauberten an ihrem Konzert winterlich-weihnachtliche Stimmung in die Kirche.

Erich Schenker
Merken
Drucken
Teilen
Die Brassband Harmonie mit der Sopranistin Karin Nauer im Stück «Holy Night».

Die Brassband Harmonie mit der Sopranistin Karin Nauer im Stück «Holy Night».

Markus Müller

Die beiden Musikvereine von Wolfwil erfreuten mit ihrem Weihnachtskonzert in der Wallfahrtskirche Wolfwil das zahlreich aufmarschierte Publikum. Als Ansagerin durchs Programm führte Karin Kissling-Müller.

Der Musikverein Konkordia unter der neuen Leitung von David McVeigh aus Bern verströmte winterlich-weihnachtliche Stimmung. Schon mit der «Ouvertüre zu einem Winter-Festival» von James Curnow gelang dies dank heiterem Glockenspiel, strahlenden Fanfaren und der fröhlichen Schlittenfahrt.

Das jahrhundertealte, melodiöse «Weihnachtslied der Hirten», arrangiert von Philip Sparke, gefiel mit den ruhigen Klarinetten-, Oboen- und Flötenklängen. Und auch «Es ist ein Ros entsprungen», arrangiert von Otto M. Schwarz, zart aufsteigend zum frohen Jubel erfreute.

Auf Schlittenfahrt mitgenommen

Die strahlend sich steigernden, weltbekannten Weihnachtslieder in «The Spirit of Christmas» von Jacob de Haan waren ebenso ein Genuss wie auch die zweite «Schlittenfahrt» von Leroy Anderson, vorgetragen von der Konkordia unter dem einfühlsamen jungen Dirigenten David McVeigh. Damit endete der erste weihnachtliche Teil des Konzerts.

Die Brass Band Harmonie Wolfwil unter der bewährten Dirigentin Emerita Blum-Duss aus Egolzwil erfreute mit Arrangements anspruchsvoller Werke, so mit dem barocken Rondeau aus der «Sinfonie der Fanfaren» von Jean-Joseph Mouret (18. Jh.).

Dann folgte aus Giacomo Puccinis Oper «Gianni Schicchi» Laurettas Arie «O mein geliebtes Kind», gesungen von Karin Nauer, die mit ihrer schönen Stimme das Publikum verzauberte. Dem Orchester gelang es dann auch, Rücksicht auf die Solistin zu nehmen.

Harmonie im Gesamtorchester

Mit der melodiösen Romanze aus «The Gadfly» (die Bremse, «d’Bräme») von Dmitri Schostakowitsch bewies die Brass Band ihre zurückhaltende Verschmelzung mit den zarten solistischen Einlagen verschiedener Bläser.

Nach Andy Stubers Einstieg in den «Ostern-Hymnus» aus Pietro Mascagnis «Cavalleria Rusticana», auf dem Es-Kornett gespielt, gesellte sich das Gesamtorchester harmonisch dazu. «Cavalleria Rusticana» mag anspruchsvoll sein, aber sie gefällt immer.

Noch einmal sang Karin Nauer, nun «Oh Heilige Nacht» von Adolphe Adam (19. Jh.), vom Orchester vereinzelt übertönt, obwohl das Kornett-Register meistens nicht eingesetzt war.

Die Dirigentin ist aber auf dem richtigen Weg, der Brass Band auf geschickte Weise, besonders am Weihnachtskonzert, die Schärfe zu nehmen und die Lautstärke zu mildern.

Mit Johnny Marks ebenfalls weltbekanntem und populärem Nikolaus-Song «Rudolph, The Red Nosed Reindeer» (Rudolf, das rotnasige Rentier, der Begleiter des – amerikanischen - Sankt Nikolaus) klang das abwechslungsreiche Weihnachtskonzert 2015 aus.

Als Dank an das Publikum spielte die Brass Band Harmonie zum Mitsingen noch das immer schöne Weihnachtslied «Stille Nacht, Heilige Nacht».

Die Musikanten und die Sängerin gaben ihr Bestes. Es gelang ihnen, die Zuhörerschaft zu erfreuen und sie auf die bevorstehenden Festtage einzustimmen.