Streit um Waldrodung

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Verzögerung Eigentlich hätte der gestrige Spatenstich um einige Jahre früher stattfinden sollen. Doch wegen juristischen Auseinandersetzungen mit der Anwohnerschaft hat sich das Projekt um rund vier Jahre verzögert. Der Streitpunkt: Die Rodung von 3440 Quadratmeter Wald auf dem Gemeindegebiet von Rüttenen. Diese war nötig geworden, da der Waldrandsaum hinter dem Königshof aus Gründen des Ensembleschutzes bewahrt werden musste und somit in den Wald als Bauplatz ausgewichen wurde. Die Gegner der Waldrodung wurden mit dem Argument beschwichtigt, dass das Wasserreservoir von grossem öffentlichen Interesse sei. Dennoch wählten einige den juristischen Weg. Sie scheiterten aber mit der Einsprache gegen den Erschliessungsplan, ebenso gegen das Rodungsgesuch. Rüttenen wies die Einsprache ab, der Solothurner Regierungsrat die anschliessende Beschwerde. Letztlich scheiterten die Einsprecher auch mit einer Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht.

Regio Energie Solothurn betont, dass es sich bei der grössten Fläche, die gerodet wurde, nur um eine provisorische Rodung handelt. Sprich nach Abschluss der Bauarbeiten werden Ersatzaufforstungen an Ort und Stelle vorgenommen. Allerdings wird es an dieser Stelle keine Bäume mehr geben. Stattdessen kommen über das Reservoir flachwurzelnde Büsche und Sträucher. Der Grund: Bei Bäumen bestünde die Gefahr, dass dessen Wurzeln irgendwann das darunterliegende Bauwerk beschädigen würden. Definitiv ist die Rodung dort, wo die Zufahrt zum Reservoir Königshof vorgesehen ist. Diese Fläche von 310 Quadratmeter wird jedoch ebenfalls aufgeforstet. Und zwar in Subingen auf einer entsprechenden Ersatzfläche. (fvo)

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