Solothurner Filmtage
Filmtage-Direktorin Anita Hugi: «Im Auge des Orkans ist alles noch viel schöner»

Für Anita Hugi geht das erste Jahr als Direktorin der Solothurner Filmtage vorbei. An der «Soirée de clôture» hat sie etwas Revue passieren lassen.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Kulturminister Bundesrat Alain Berset zusammen mit Anita Hugi bei der Eröffnung der 55.Solothurner Filmtage.
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Anita Hugi an den 55. Solothurner Filmtagen
Die Bielerin gab während der Filmtage viele Interviews,...
nahm an etlichen Anlässen teil,...
... und trat auch in den Kinosälen als Moderatorin auf.
Anita Hugi an einem «FilmBrunch».
Die Direktorin war natürlich auch bei den Preisverleihungen präsent. Hier am Montag beim «Prix d'honneur» mit Matthias Lerf (Journalist), Simon Wiedmer (Gemeindepräsident Kriegstetten) und Preisgewinnerin Bea Cuttat.
Oder bei der «Upcoming Award Night» auf dem Attisholz-Areal.
«Rencontre»-Ehrengast Heidi Specogna mit Anita Hugi beim Photocall im Landhaus
Hier posiert sie mit der Stadtregierung von La Chaux-de-Fonds und Vertretern des Gemeinderats Solothurn.
Anita Hugi am Dienstag im «Atelier de la pensée» in der Säulenhalle.

Kulturminister Bundesrat Alain Berset zusammen mit Anita Hugi bei der Eröffnung der 55.Solothurner Filmtage.

Keystone

Gewohnt charmant und routiniert moderierte Monika Schärer am Mittwoch den Schlussabend der Filmtage im Landhaus, an dem jeweils die zwei Preise vergeben werden. Dazu findet sich hier immer die Gelegenheit mit den Verantwortlichen kurz über die vergangene Filmtage-Ausgabe zu plaudern. Als erstes sprach Schärer mit dem Präsidenten der Schweizerischen Gesellschaft Solothurner Filmtage, Felix Gutzwiller. Er habe mit der neuen Direktorin nicht sehr viel Arbeit gehabt, meinte dieser verschmitzt. Anita Hugi habe sehr schnell Fuss gefasst und diese 55. Ausgabe souverän gestaltet. «Ich bin mehr als glücklich und die Mitarbeiter sind es auch.»

Die Preisträger Boutheyna Bouslama («Prix de Soleure») und Samir («Prix du Public») beim Fotoshooting
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Die beiden Preisgewinner freuen sich über die Auszeichnung
Boutheyna Bouslama macht Selfies mit der Produzentin
Jury-Mitglieder Ursula Meier und Mirko Manzoni zusammen mit Preisträgerin Boutheyna Bouslama und Produzentinnen.
Samir mit Filmemacherin Stina Werenfels und Produzent Joel Jent
Samir ist Regisseur und Produzent
Das Publikum im Landhaus
Monika Schärer führte durch den Abend
Direktorin Anita Hugi und Monika Schärer,
Samir (mit Mikrofon) und seinem Produzententeam wird der «Prix de Public» 2020 verliehen. Ganz rechts Monika Schärer, neben Samir Frank Unterbörsch von Swiss Life.
Boutheyna Bouslama wartet im Publikum auf den Moment
Ihre goldenen Stiefel
Frau Landammann Brigit Wyss sprach vor der Vergabe des Prix de Soleure, der teils durch den Kanton getragen wird.
Ein Visum hat sie in der Schweiz nach ihrem Studium in Genf nicht mehr erhalten.
Nach der Preisverleihung gleich zum Apéro.

Die Preisträger Boutheyna Bouslama («Prix de Soleure») und Samir («Prix du Public») beim Fotoshooting

Tom Ulrich

Warum die Eintrittszahlen in den Kinos schwächeln, bei den Festivals aber nicht, wollte Schärer von Gutzwiller wissen. «Es ist die Stadt, der Ort, der für diesen Anlass vibriert. Wir leben halt nicht in einer digitalen Welt, sondern wollen uns auch treffen, unterhalten, suchen den Dialog.» Anita Hugi, die danach von Schärer befragt wurde, sagte Ähnliches: «Die vielen Begegnungen und Gespräche mit Filmschaffenden, aber auch anderen Branchenvertretern und dem Publikum haben mir sehr gefallen. Oft musste ich mich schweren Herzens richtig losreissen, weil schon ein anderer Anlass zu besuchen war.»

Sie sei ja auch früher schon öfter an den Filmtagen gewesen, ob als Produzentin oder Besucherin. «Doch jetzt, ganz im Auge des Orkans zu sein, ist alles noch viel schöner.» Neben den vielen emotionalen Eindrücken, haben die acht Tage auch ein hohes Mass an Konzentration von ihr abverlangt, meinte sie noch. In Zukunft seien aber keine grossen Veränderungen nötig. «Wir setzen auf Kontinuität.»

Zu den Rednern des Abends gehörte auch Frau Landammann Brigit Wyss. Sie betonte den hohen Stellenwert der Solothurner Filmtage in der Solothurnischen Kulturlandschaft. Der Regierungsrat wünsche sich keine Skandale – sie sprach damit den Eröffnungsfilm zum Fichenskandal an –, aber den direkten Austausch mit den Kulturschaffenden. So hätten im vergangenen Jahr vier Podien mit Kulturinteressierten stattgefunden, deren Ergebnisse und Anregungen in das kommende Kulturleitbild des Kantons einfliessen würden. «Es wird keine Spitzkehren geben, aber doch sanfte Kurven», prophezeite sie.

Stimmungsbilder von den 55. Solothurner Filmtagen
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Anstehen an der Kasse im Landhaus
Der Einlass befindet sich im ersten Stock
Rund 180 Filme sind im Programm zu finden.
Solothurn wird während der Filmtage in gelbes Licht getaucht
Die Laternen sind allesamt mit gelber Folie eingekleidet
Das «Kreuz» als beliebter Treffpunkt
Im Future Lab
Stimmung in der Kantine Attisholz
Festival-Direktorin Anita Hugi
Im Foyer des Kino Canva
Die Crew von «O Fim Do Mundo» beim Photocall in der Säulenhalle des Landhauses.
Kino Capitol mit Sternenhimmel
Blick in eine volle Reithalle
Auch dieses Foto entstand in der Reithalle
Pfützen-Spiegelung der Jugendherberge
Solothurn by night

Stimmungsbilder von den 55. Solothurner Filmtagen

Hanspeter Bärtschi

Der Kanton Solothurn unterstütze die Solothurner Filmtage in dreierlei Hinsicht: «Wir unterstützen als Partner das Programm, wir beteiligen uns an den Kosten für die Schulvorführungen und wir sind zu einem Drittel am Preisgeld für den ‹Prix de Soleure› beteiligt. Dieses Engagement dürfe man ruhig auch einmal über die Landesgrenzen hinaus tragen», so Wyss.

Hinweis: Die 56. Solothurner Filmtage finden vom 20. bis 27. Januar 2021 statt