Der Angeklagte hatte gestanden, Kinder missbraucht und in einem Fall vergewaltigt zu haben. Die Taten erstreckten sich über einen Zeitraum von 20 Jahren. Um die Opfer zu schützen, hatte das Gericht die Öffentlichkeit vom Prozess weitgehend ausgeschlossen.

Der Deutsche hatte bereits vor zwei Jahren für Entsetzen gesorgt, als er den Knaben aus Gunzgen im Kanton Solothurn nach Düsseldorf gelockt und schwer missbraucht hatte.

Dafür war er zu fünf Jahren Freiheitsstrafe plus Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie verurteilt worden. Diese Strafe ist im neuen Urteil enthalten.

Der Koch hatte den 12-Jährigen laut der damaligen Anklage über das Onlinespiel Minecraft kennengelernt und sein Vertrauen gewonnen.

Im Juni 2016 traf er den Buben in der Schweiz und überredete ihn, mit ihm nach Deutschland zu kommen. Acht Tage später befreite eine Spezialeinheit der Polizei den Buben aus der Gewalt des Mannes. 

In C.s Wohnung wurde der Junge insgesamt acht Tage und Nächte festgehalten und 15-mal schwer sexuell missbraucht worden sein – bis das Sonderkommando zugriff. 

(28.09.2018)