Prostitution

Olten: Schikaniert ein Stadtpolizist die Prostituierten?

In Olten sollen die Sexarbeiterinnen von einem Stadtpolizist schikaniert werden

In Olten sollen die Sexarbeiterinnen von einem Stadtpolizist schikaniert werden

In Olten soll ein Stadtpolizist die Prostituierten immer wieder schikanieren. Das behaupten zumindest sechs Dirnen. Damit würde der Polizist ihnen das Geschäft vermiesen, kritisieren sie. Bei der Polizei wehrt man sich gegen diese Vorwürfe.

Stundenlang würde sich der Stadtpolizist in der Gegend der Prostituierten aufhalten und patrouillieren. Dies würde er stets alleine tun, was nicht üblich sei, sagen sechs Dirnen gegenüber TeleM1.

«Polizei will Freier nicht vertreiben»

Die Prostituierten kritisieren, dass damit regelmässig die Freier ausbleiben würden. Deshalb haben sie sich bei der Polizei beschwert.

Dort wehrt man sich gegen diese Vorwürfe. Die Polizei wolle die Freier nicht vertreiben. Es gehe bei den Patrouillen primär darum, dass die Verkehrsregeln eingehalten werden. «Die Problematik ist, dass die Frauen genau im Halteverbot ihre Dienste anbieten - dort wo sie eigentlich nicht dürften», sagt Mark Haggenmüller, Kommandant der Stadtpolizei Olten, gegenüber TeleM1. Dann würde der Verkehr genau dort anhalten. Die Polizei würde dementsprechend in der Sommerzeit die Kontrollen intensivieren, sagt Haggenmüller weiter.

Kein Polizist «zu seinem Vergnügen» dort

Bis ins Jahr 2005 haben vor allem in der Industriestrasse über 150 Dirnen auf zwei Kilometern ihre Dienste angeboten. Heute dürfen die Dirnen nur noch in der Haslistrasse stehen. Stadträtin Iris Schelbert setzt sich dafür ein, dass dies auch so bleibt.

Schelbert haltet es für «unmöglich», dass ein einzelner Polizist die Sexarbeiterinnen schikaniert haben soll. «Es ist kein einzelner Polizist alleine dort. Das gibt es nie», sagt Iris Schelbert. Es würden immer Patrouillen vor Ort sein. «Es ist kein Polizist dort, der zu seinem Vergnügen Dienst macht», wehrt sich die Stadträtin.

Der Ball liege nun bei den Dirnen, sagt Schelbert. Würden sie zukünftig nicht mehr im Halteverbot anschaffen, so hätten sie auch keine Probleme mehr mit der Polizei. (sha)

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