Weihnachtsmärkte
Weihnachtliche Stimmung: Eine Advents-Tour durchs Niederamt

Am ersten Adventswochenende hielten im Niederamt die Weihnachtsmärkte Einzug: In vier Gemeinden hat ein solcher stattgefunden.

Kelly Spielmann
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Weihnachtsmärkte Niederamt
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Am Schönenwerder «Sternenzauber»-Markt im Kreuzgang sorgte ein Drehorgelspieler für weihnachtliche Klänge.
Am Adventsmarkt auf dem Lostorfer Buechehof gab es allerlei Selbstgemachtes zu kaufen.
Die grosse Auswahl an Weihnachtsartikeln faszinierte die Besucher des Trimbacher Markts in der Johanneskirche.

Weihnachtsmärkte Niederamt

Markus Müller

Es het so schöni Sache do», staunt eine Frau, die gerade den Adventsmarkt in der Walterswiler Mehrzweckhalle verlässt. Doch beim Eintreten in die Halle ist die grosse Auswahl an Artikeln nicht das Einzige, was einen zum Staunen bringt. Die Mehrzweckhalle ist als solche kaum mehr zu erkennen: Ein riesiger Weihnachtsbaum steht in der Mitte der Halle, die Wände sind mit weihnachtlichen Dekorationen ausgeschmückt, über dem Café hängt ein Himmel voller Weihnachtslichter. An den Ständen werden regionale Produkte wie Honig, Konfitüre und Würste angeboten. Aber auch Weihnachtsgeschenke lassen sich am Walterswiler Weihnachtsmarkt finden: Von Kleidern über selbst gemachte Dekoartikel bis hin zu Krippenspielen und Adventskränzen gibt es kaum etwas, was nicht verkauft wird. An einem Stand bietet eine Frau gewobene Artikel an – neben ihrem Stand zeigt sie ihr Talent sogleich am Webstuhl.

Nach dem Rundgang durch den warmen Walterswiler Adventsmarkt geht es weiter zum nächsten Markt: Im Kreuzgang der Stiftskirche in Schönenwerd findet bereits zum vierten Mal der «Sternenzauber»-Adventsmarkt statt. Die beissende Kälte, die einen dort begrüsst, wird durch die Atmosphäre mehr als wettgemacht. An 20 Ständen werden Guetzli, Kränze, Dekoartikel und Weihnachtsgeschenke verkauft, dazu lässt ein Drehorgelspieler weihnachtliche Lieder erklingen. Im Turmcafé lassen sich einige Besucher Kuchen und Kaffee schmecken, andere schlendern mit Risotto oder Gehacktem und Hörnli durch den Markt. Nebenan sind Kinder mit Kerzenziehen beschäftigt. Am Ausgang lassen sich Lebkuchen kaufen, deren Erlös – wie derjenige aus dem Turmcafé und der Risottoverkäufe – gespendet werden. Beim Gehen erklingt noch das «Grüezi, darf ich Ihnen ein Guetzli anbieten?» einer Primarschülerin, bevor es mit einem frischen Mailänderli in der Hand zum nächsten Markt geht.

Bei diesem – dem Adventsmarkt auf dem Lostorfer Buechehof – beweist es sich als fast unmöglich, einen Parkplatz zu finden. In einer rund 300 Meter langen Kolonne stehen Autos am Strassenrand – dieser Adventsverkauf scheint beliebt zu sein. Dies zeigt sich dann auch an den Besucherzahlen auf dem Buechehof, wo Bio-Produkte aus der hofeigenen Produktion, Naturkosmetik und diverse Weihnachtsartikel verkauft werden. Auch hier sind Kinder beim Kerzenziehen und ausserdem beim Lebkuchenverzieren beschäftigt.

Nach dem Rundgang durch die Menge geht es an den letzten Adventsmarkt des Tages: den in der Trimbacher Johanneskirche. Der Duft von frisch gekochten Spaghetti kommt einem schon beim Eintreten entgegen. An langen Tischen geniessen Besucher ihr Mittagessen, während um sie herum die Stände aufgestellt sind. Weihnachtsbaumschmuck und Dekoartikel sind hier besonders beliebt. Auch Drechselwaren, Klöppelspitzen und Gestricktes wird am Johannesmäret angeboten.

Draussen wird es langsam dunkel. Mit einem Becher wärmenden Glühwein in der einen und Taschen voller ergatterter Geschenke in der anderen Hand neigt sich der Tag voller Weihnachtsmärkte dem Ende zu.

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