Match der Runde

Verfolger siegt im Spitzenkampf: Trimbach ist dran am Zweitliga-Tabellenführer Biberist

Einziger Torschütze im Zweitliga-Spitzenkampf gegen Biberist: Trimbachs Aussenverteidiger Remo Schulthess.

Einziger Torschütze im Zweitliga-Spitzenkampf gegen Biberist: Trimbachs Aussenverteidiger Remo Schulthess.

Im Spitzenkampf der 2. Liga setzt sich Trimbach gegen Biberist mit 1:0 durch.

Am achten Spieltag endete die Ungeschlagenheit des Zweitliga-Tabellenführers FC Biberist. Die Wasserämter unterlagen im Spitzenkampf ihrem ersten Verfolger Trimbach auswärts mit 0:1. Knapp vier Tore hatte Biberist in den bisherigen Spielen im Schnitt erzielt, gegen Trimbach gabs kein Durchkommen für die produktivste Offensive der 2. Liga. «Wir fanden nie so richtig ins Spiel und haben ungewohnt viele Fehler gemacht», haderte Trainer Vincenzo Salerno. «Trimbach war in der ersten Halbzeit besser. Das Gegentor war allerdings ein richtiger Sonntagsschuss.»

Aussenverteidiger Remo Schulthess sorgte bereits in der sechsten Minute für den einzigen Treffer der Partie. Biberist konnte den ersten Eckball der Gastgeber nur ungenügend klären und Schulthess hämmerte den Ball aus rund 25 Metern in die linke obere Torecke. Es war der erste Saisontreffer des Ex-Hägendörfers. «Remo hat bis jetzt praktisch immer durchgespielt», lobte Trainer Mehmet Ozan. «Viele Tore schiesst er zwar nicht, dafür war dieses ein ganz wichtiges Tor.» Bei einer Niederlage hätte Trimbachs Rückstand auf Biberist bereits sieben Punkte betragen, betonte Ozan. «Dann wären wir schon weg vom Fenster gewesen.» Stattdessen kamen die Trimbacher dank des Siegs im Direktduell auf einen Punkt an Leader Biberist heran. Die Niederämter sind das einzige Team der 2. Liga, das noch ungeschlagen ist.

Kein Lucky-Punch für Biberist

Die Gäste aus Biberist hätten den Spitzenkampf auf dem Leinfeld bereits nach wenigen Sekunden in eine komplett andere Richtung lenken können. Felder wurde mit einem Steilpass perfekt lanciert, zog alleine auf Trimbach-Goalie Auf der Maur zu, setzte seinen Abschluss aber über den Kasten. Unmittelbar nach dem Gegentreffer verzeichnete Biberist eine weitere hochkarätige Chance. Trimbachs Innenverteidiger Ramel konnte die Hereingabe im letzten Moment entschärfen. Danach kam nicht mehr viel vom Leader. Der Tabellenzweite Trimbach erkämpfte sich die Oberhand und hatte in der Folge die besseren Möglichkeiten. In der 25. Minute streifte Mostafa Hasans Kunstschuss nur knapp über die Querstange, dann scheiterte Edin Ademovic nach einem herrlichen Solo mit einem Flachschuss an Samuel David (33.). Fünf Minuten später musste sich Biberists Schlussmann noch einmal beweisen. Als er den tückischen Freistoss von Dominik Schalt von der Linie kratzte.

«In der zweiten Halbzeit waren wir klar am Drücker, aber leider haben wir den Lucky-Punch verpasst», sagte Biberist-Trainer Salerno nach dem Spiel. Zwischendurch roch es zwar nach Ausgleich, denn Trimbach war jetzt mehrheitlich am Reagieren, aber richtig zwingende Torchancen liess die Heimelf nicht zu. Biberists gefährlichste Waffe waren die Standardsituationen. Irgendwie schaffte es Trimbach aber jedes Mal, den Ball aus der Gefahrenzone zu befreien. Nenniger in der 86. und Rüfli in der 90. Minute hatten die letzten Ausgleichschancen für Biberist, doch ihre Schüsse gingen dann doch weit drüber.

«Der Sieg war verdient, ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs», lautete das Fazit von Trimbach-Coach Ozan. «Wir sind auf einem guten Weg, werden immer besser», fügte er an. Für die Trimbacher gehts am nächsten Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim Tabellensechsten Blustavia weiter. Auf Biberist wartet am Mittwoch im Cup-Viertelfinal der FC Mümliswil, und in der Meisterschaft der zehntplatzierte FC Niederbipp. «Wir wollen im Solothurner Cup überwintern und uns in der 2. Liga von niemandem überholen lassen», richtete Biberists Trainer Salerno den Blick nach der ersten Saisonniederlage vorwärts.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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