SCHÖNENWERD/NIEDERGÖSGEN
Nach Schlägereien und Festnahme: Laute Streitereien und Lärmbelästigungen gehören hier zur Tagesordnung

Schlägereien wie am vergangenen Montagabend in Schönenwerd und Niedergösgen passieren regelmässig. Laut einem Anwohner komme die Polizei oftmals zu spät.

Joel Dähler
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TeleM1

Am vergangenen Montagabend begannen sich zwei Personen an einem Kiosk am Bahnhof Schönenwerd zu streiten. Die Streiterei wurde so ausfällig, dass sogar Passanten die Polizei informierten.

«Die Polizei rückte sofort aus und traf eine verletzte Person an. Kurz darauf kam die Meldung einer weiteren Auseinandersetzung bei einem Tankstellenshop in Niedergösgen. Auch dort wurde ein Mann verletzt, worauf die Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen wurden», so Bruno Gribi der Kantonspolizei Solothurn.

Anwohner Kurt von Arx wohnt seit 3.5 Jahren neben der betroffenen Tankstelle. Laute Streitereien und Lärmbelästigungen gehören hier angeblich zur Tagesordnung.

Gegenüber dem Sender TeleM1 rügt er die Polizei:

«Wir haben zwar schon zwei, drei Mal der Polizei angerufen, als es dann ganz schlimm wurde. Das Problem ist einfach, dass die Patrouillen in einem Abstand von zehn Minuten bis zu einer Viertelstunde kommen, bis dann war oft der Spuk schon vorbei.»

Dieses Mal habe es nicht so lange gedauert und der Verdächtige wurde kurze Zeit später verhaftet. Laut der Kantonspolizei Solothurn gehe man nach wie vor davon aus, dass es sich in beiden Vorfällen um einen 31-jährigen Dominikaner handelt, welcher sich nun einer Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Solothurn stellen muss. Untersucht wird eine mehrfach versuchte Körperverletzung inklusive beantragter Untersuchungshaft.