Walterswil
Die Drei Könige kommen: Auf dem Adventsweg in der katholischen Kirche

Die Figuren von Caspar, Melchior und Balthasar stehen in der katholischen Kirche in Walterswil parat für den Drei-Königstag.

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Rahel Bühler

Am 6. Januar ist Dreikönigstag. Was heute vor allem mit dem Dreikönigskuchen und dem feierlichen Wettkampf um den Plastikkönig verbunden wird, hat ursprünglich einen christlichen Hintergrund: Im Christentum wird an diesem Tag gefeiert, dass die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Bethlehem nach Jerusalem geführt wurden und dort Jesus in der Krippe fanden. Die Weisen sind auch als die Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar bekannt und brachten dem Kind Weihrauch, Gold und Myrrhe.

Auch dieses Jahr haben die Drei Könige auch den Weg in die katholische Kirche in Walterswil gefunden, wenn auch nicht ganz ohne fremde Hilfe: In aufwendiger Handarbeit entstand dort im November ein Adventsweg, der sämtliche Figuren der Weihnachtsgeschichte aufleben lässt – die Hirten, Maria, Josef und schliesslich auch das Jesuskind.

Adventsweg erhielt «Gspändli»

Da dürfen auch die Drei Könige und der Dreikönigskuchen nicht fehlen. Letzteren gibts aber erst nach dem Gottesdienst, der anlässlich des Brauchs am Sonntag in der katholischen Kirche abgehalten wird.

Der Adventsweg befindet sich vor dem Chor der Kirche und erstreckt sich von der linken Kirchenmauer über die Treppe bis hin zum Altar. In der linken Ecke des Weges stehen die Drei Könige, gehüllt in golden schimmernde Kleidung und in Begleitung eines voll beladenen Kamels. Gestaltet wird der Adventsweg von den Walterswilerinnen Margrith Kupferschmid und Bernadette Rölli. «Seit zirka 20 Jahren machen wir den Weg», sagt Kupferschmid. Zum Aufbauen bräuchten sie etwa einen Tag. Zu bestaunen ist der Weg jeweils ab dem ersten Advent. Abgeräumt wird er eine Woche nach dem Dreikönigstag.

Der Adventsweg erhielt 2018 erstmals ein «Gspändli»: Die Landfrauen von Walterswil organisierten einen Adventskalender, der vor dem Eingangstor der Kirche platziert wurde und an dem sich verschiedene Dorfvereine sowie eine Schulklasse kreativ beteiligten.