Wasseramt
Der gemeinsame Sozialdienst Wasseramt zieht im Herbst in neue Räumlichkeiten: Nach Zuchwil

In den 15 Gemeinden, die dem Sozialdienst Wasseramt angeschlossen sind, liessen sich keine neuen Räumlichkeiten für 35 Mitarbeitende finden. Nun geht es nach Zuchwil.

Rahel Meier Jetzt kommentieren
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Jede Buslinie, die ins Wasseramt geht, fährt hier durch.

Jede Buslinie, die ins Wasseramt geht, fährt hier durch.

Rahel Meier

Per 1. Januar 2020 wurden der Sozialdienst Wasseramt Ost (mit der Leitgemeinde Derendingen) und der Sozialdienst Wasseramt Süd (mit der Leitgemeinde Gerlafingen) organisatorisch unter ein gemeinsames Dach zusammengeführt. Die räumliche Situation wurde vorderhand belassen, wie sie war.

Das heisst konkret, die rund 35 Mitarbeitenden verteilen sich bis heute auf die beiden bisherigen Standorte an der Hauptstrasse 44 in Derendingen und an der Kriegstettenstrasse 45 in Gerlafingen. Voraussichtlich im kommenden Herbst kann der Sozialdienst Wasseramt nun neue Büroräumlichkeiten beziehen. Es wurde ein langfristiger Mietvertrag für die ehemaligen Räumlichkeiten von Stöckli Ski in Zuchwil abgeschlossen.

Lage ist ideal für Mitarbeitende und Klienten

«Es war nicht einfach, Räumlichkeiten zu finden, die gross genug sind. Wir haben mehrere Objekte besichtigt», erklärt Etienne Gasche (Leiter Sozialdienst Wasseramt). Die Räume in Zuchwil seien ideal, da jede Buslinie, die ins Wasseramt verkehrt, die Haltestelle «McDonald’s» anfährt und auch genügend Parkplätze vorhanden sind.

«Zuchwil liegt zwar nicht im Einzugsgebiet unseres Sozialdienstes, aber das ist rechtlich gesehen kein Problem. Der Sozialdienst für den mittleren und unteren Leberberg ist, seit es ihn gibt, in Solothurn beheimatet.»

Gespräch mit der Standortgemeinde gesucht

Bevor der Mietvertrag abgeschlossen wurde, habe man aber natürlich das Gespräch mit der Standortgemeinde gesucht. «Auch Zuchwil hat kein Problem, dass wir am Ausserfeldweg einziehen.» Das bestätigt Gemeindepräsident Patrick Marti auf Anfrage. Auch die Zonenkonformität sei gegeben. Zuchwil hat selbst einen Sozialdienst für die Gemeinden Zuchwil und Luterbach.

«Das einzige, was passieren könnte ist, dass die Klienten allenfalls verwirrt sind und den falschen Sozialdienst aufsuchen. Aber das wissen wir erst, wenn der Sozialdienst Wasseramt umgezogen ist.»

Die Räumlichkeiten in Gerlafingen wurden per Ende Januar 2023 gekündigt. In Derendingen läuft der Mietvertrag noch über eine längere Zeit. «Wir suchen nach einer Lösung und haben auch schon diverse Optionen, wie die Räume anderweitig genützt werden könnten», so Gasche.

Zuerst wird umgebaut

Zuerst müssen die Räume in Zuchwil aber auf die Bedürfnisse des Sozialdienstes umgebaut werden. Noch seien sie «im Edelrohbau», da sie bisher als Gewerbeliegenschaft genutzt wurden. Der Umbau werde von der Eigentümerschaft vorfinanziert und die Amortisation mit dem Mietzins zurückbezahlt. Da 15 Gemeinden an den Sozialdienst angeschlossen sind, wurde diese Finanzierung als am einfachsten realisierbar erachtet.

«Das Personal wurde in die Planung der Räumlichkeiten mit einbezogen.»

Tatsächlich seien von Seiten der Belegschaft auch Inputs gekommen, die man in der Planung berücksichtigt hat. Den genauen Zügeltermin kann Gasche aber noch nicht bekanntgeben.

«Baumaterialien zu bekommen, war in den letzten Wochen und Monaten nicht immer einfach. Wir hoffen einfach, dass alles möglichst reibungslos funktioniert.»

Denn erst nach dem Umzug und wenn alle Mitarbeitenden gemeinsam an einem Standort vereint sind, kann die Gesamtorganisation auch personell richtig zusammenwachsen.

Die Räume sind heute noch im Rohbau.

Die Räume sind heute noch im Rohbau.

zvg

Bisher kein Anstieg der Fallzahlen

Im Sozialdienst Wasseramt zeige die Coronapandemie bisher keine gravierenden Auswirkungen. Laut Auskunft von Etienne Gasche ist kein Anstieg der Fallzahlen zu beobachten. «Weil es im Bereich des Onlinehandels und in der Logistik in den vergangenen zwei Jahren brummte, konnten wir sogar einige Menschen wieder in den Arbeitsmarkt integrieren, die vorher keine Chance hatten, eine neue Stelle zu finden.»

Insgesamt hätten die Fallzahlen im Wasseramt und auch im ganzen Kanton sogar leicht abgenommen. Eine Mehrbelastung sei dafür im Kindes- und Erwachsenenschutz spürbar. «Nicht alle Familien konnten mit der Situation und der Pandemie gleich gut umgehen.» Der Sozialdienst selbst sei vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. «Wir hatten nur wenige Personalausfälle», so Gasche.

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