Raubtierpark
Während Strickler Umzug plant, bereitet Oberamt weiterhin die Park-Räumung vor

Das Oberamt bleibt dabei: Auch wenn René Strickler neue Pläne für einen Umzug in den Berner Jura hat, bereitet es weiterhin die Räumung des Parks in Subingen vor.

Drucken
Teilen
René Strickler mit einem seiner Tiger. (Archiv)

René Strickler mit einem seiner Tiger. (Archiv)

Hans Ulrich Mülchi

Nach wie vor arbeitet die Zeit gegen den Raubtierpark. Mehrere Monate seien für den Umzug zur Siky Ranch und die Räumung in Subingen notwendig, rechnet Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident der Raubtierpark Subingen AG, vor.

So lange will man noch in Subingen bleiben. «Ebenso lange würde wohl auch die vollständige Räumung durch die Behörden dauern», argumentiert Balmer. Denn das Unterbringen der Tiere sei auch für das zuständige Oberamt keine einfache Aufgabe. «Es sind Raubtiere, keine Möbelstücke, die gezügelt werden müssen.»

Lässt nun das Solothurner Oberamt eine Gnadenfrist walten und verzichtet auf die Räumung, bis der neue Standort bezogen ist? Nein, sagt Alain Hervouet, der beim Oberamt für die Räumung zuständig.

Die neuen Pläne des Raubtierparkes hätten keinen Einfluss auf den Zeitpunkt einer allfälligen Räumung. «Das Verfahren läuft. Wir haben einen Auftrag vom Gericht. Unser Auftrag ist der Vollzug.»

Allerdings gibt auch Hervouet zu bedenken, dass bisher keine raschen Lösungen gefunden worden sind. Für einen Teil der Tiere wären allerdings schon Plätze gefunden. «Die Espace Real Estate hat aber auf einen Teilvollzug verzichtet», sagt Hervouet.

René Strickler und sein Raubtierpark: Eine bewegende Geschichte
9 Bilder
2003 mietet Strickler für fünf Jahre ein Gebäude sowie rund 6000 Quadratmeter Land in Subingen. Eigentümerin des Geländes ist die Espace Real Estate Holding AG.
2005 muss er ein neues Baugesuch einreichen Es kommen immer wieder neue Gehege und Gebäude dazu, die auf einen permanenten Raubtierpark hindeuten.
Wie finanziert sich ein Raubtier-Themenpark? 2007 erhält Strickler zwar die Bewilligung, in Dompierre (FR) einen 42'000 Quadratmeter grossen Raubtierpark-Themenpark zu bauen, die Finanzierung des 35-Millionen-Projekts ist jedoch nicht gesichert.
2008 wird der Mietvertrag noch einmal für drei Jahre verlängert Die Zukunft der Raubtiere scheint wenigstens für eine Weile gesichert.
Im August 2009 wird jedoch bekannt, dass der Mietvertrag vor Monaten gekündigt wurde. Wohin nun mit den Tieren?
Im Januar 2010 erreicht René Strickler eine Mieterstreckung für drei weitere Jahre Die Raubtiere, darunter auch seltene Exemplare wie dieser weisse Tiger mit Namen Arisha, und die 50 kleineren Tiere, wie Hasen, Schweine oder Ziegen sind noch einmal um eine Räumung herum gekommen.
2013 fordert Strickler vergeblich eine weitere Mieterstreckung um drei Jahre. 2014 einigt er sich vor der Zivilabteilung des Richteramts Bucheggberg-Wasseramt auf einen Vergleich für die Räumung des Raubtierparks auf Ende 2015.
Demo für Raubtierpark 200 Tierfreunde bekunden im März ihre Solidarität für René Stricklers Raubtierpark. Dieser muss das Gelände bis Mitte Juli geräumt haben. (20. März 2016)

René Strickler und sein Raubtierpark: Eine bewegende Geschichte

Urs Lindt

Die Raubtierpark Subingen AG hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass neue Pläne bestehen. Entweder wolle man mithilfe Schweizer Investoren die Hälfte der Landparzelle in Subingen kaufen, oder in den Berner Jura ziehen. Dort könnten die Tiere in der Siky Ranch ion Crémines unterkommen.

Die Grundstückbesitzerin Espace Real Estate will keine Aufteilung der Parzelle. Deshalb steht nun ein Umzug im Fokus. Mit der Übernahme des finanziell angeschlagenen Parks könnte dieser gerettet werden. Es bestehen aber Hürden. (lfl/ldu)

Aktuelle Nachrichten