Subingen
Auslastung der Tagesstrukturen lässt noch zu wünschen übrig

Die Tagesbetreuung «Wurzeli» soll in Subingen in einen definitiven Betrieb überführt werden. Eine Arbeitsgruppe hat zwei Modelle erarbeitet.

Marlene Sedlacek
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In der jetzigen Liegenschaft hat es vorderhand genügend Platz für die Tagesstrukturen.

In der jetzigen Liegenschaft hat es vorderhand genügend Platz für die Tagesstrukturen.

Rahel Meier

Der Verein Wurzeli hat in einer Pilotphase eine Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde zur Erbringung eines schul- und familienergänzenden Betreuungsangebots (TaBe). Nun soll die TaBe in den definitiven Betrieb überführt werden.

Eine Arbeitsgruppe untersuchte zwei Modelle einer möglichen Trägerschaft. Zur Diskussion stehen entweder eine Weiterführung wie bisher – mit dem Verein als Trägerschaft. In diesem Fall müsste die Leistungsvereinbarung erneuert werden, da diese im Juli 2022 ausläuft. Oder die Überführung der TaBe in die Gemeinde.

Löhne sind an der unteren Grenze

«Die erste Variante wäre relativ einfach realisierbar», erklärte Markus Zürcher, externer Berater der Arbeitsgruppe. Man müsste nur eine neue Leistungsvereinbarung verfassen. Dabei würde eine Regelung ausgearbeitet, um die TaBe in die Gemeinde einzubetten.

Bei der Variante Überführung in die Gemeinde würde die TaBe in die Verwaltung oder die Schule integriert, welche die Betriebsleitung übernähme. Mit dieser Lösung hätte der Gemeinderat ­direkten Einfluss auf die Leistungserbringung. Dabei wäre mit höheren Personalkosten zu rechnen, da diese an die DGO angepasst werden müssten.

«Die Löhne sind jetzt an der untersten Grenze»,

stellte Zürcher fest.

Allerdings müssten die finanziellen Abgeltungen auch bei einer neuen Leistungsvereinbarung überdacht werden. Da solche Fachkräfte begehrt sind, müsste die TaBe sonst befürchten, dass ihr die Angestellten irgendwann weglaufen.

Betrieb könnte professionalisiert werden

Im aktuellen Modell wird die Differenz zwischen effektiven Kosten und Elternbeiträgen durch die Gemeinde ausgeglichen. Mit der Gemeinde als Trägerschaft wäre die Rechnung ein Teil der Gemeinderechnung.

Durch die Integration in die Gemeinde verspricht sich Zürcher eine Professionalisierung des Betriebs. Bessere Belegung ist nötig für tiefere Kosten Eine Herausforderung stellt die Erhöhung der Belegungszahlen dar. Sie seien zwar im zweiten Betriebsjahr massiv gestiegen, führte Zürcher aus, befänden sich jedoch immer noch auf sehr tiefem Niveau, was er zum Teil der Coronapandemie zuschreibt.

Mehr für das Angebot werben

Um die Kosten zu reduzieren sei es dringend nötig, an der Belegungszahl zu arbeiten und mehr Werbung für das Angebot zu machen. Zürcher bestätigte, dass auch bei einer besseren Auslastung kurzfristig genügend Platz im jetzigen Gebäude an der Schulhausstrasse 2 vorhanden sei. Bevor man bauliche Massnahmen in Angriff nehme, müsse sich zeigen, dass die Auslastung tatsächlich besser wird.

Der Gemeinderat wird an der nächsten Sitzung einen Grundsatzentscheid fällen, welche Form der Trägerschaft für den definitiven Betrieb gewählt werden soll. Der Start ist auf den 1. August 2022 geplant.

Solidarisch sein mit anderen Gemeinden

Der Gemeinderat wird die Vereinbarung mit den SBB betreffend Neubau der Übertragungsleitung Kräiligen-Wiedlisbach vorläufig nicht unterschreiben. Dies aus Solidarität den anderen betroffenen Gemeinden gegenüber. «Wir wollen erst abwarten, was diese unternehmen werden», meinte Hans Ruedi Ingold.

Für Subingen werde sich jedoch nichts verändern. Die Leitungen blieben am gleichen Ort wie zuvor. Deshalb wäre eine Einsprache laut Ingold nicht vertretbar.