Biberist
Jugendliche sanieren ihr Haus selbst

Die Biberister Jugendlichen treffen sich im Schützenhaus. Dies ist alt und muss erneuert werden. Die Jungen sollen mithelfen.

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Die Räumlichkeiten sind nicht beheizbar.

Die Räumlichkeiten sind nicht beheizbar.

Hanspeter Bärtschi

Die Jugendarbeit Biberist-Lohn-Ammannsegg hat dem Gemeinderat ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2015 zur Kenntnis gebracht. Das Jahr war unter anderem geprägt durch den personellen Wechsel in der Jugendarbeit. Nach sechs Jahren hat Reto Hirter gekündigt und wurde durch Gion Jost ersetzt. Das neue Team änderte als erstes die Öffnungszeiten des Jugendtreffs, zugunsten der Bedürfnisse der Jugendlichen.

Tatsächlich ergab sich ab August ein markanter Besucheransteig. Durchschnittlich besuchten 65 Jugendliche den Treff. Nach wie vor sind zwei Drittel der Nutzer männlich. Die Anzahl der Mädchen hat aber zugenommen. Der Jugendtreff wird vielfältig genutzt: für sportliche Aktivitäten, Spiele, zum Musik hören, Filme anschauen und tanzen. Auch für das Erledigen der Hausaufgaben oder das Schreiben von Bewerbungen wurde der Jugendtreff genützt.

Innerhalb des Jugendtreffs gibt es vier Streetdance-Gruppen die regelmässig trainieren. Zusätzlich übt eine Mädchen-Band im alten Munitionsdepot.

Im Jahr 2015 wurden altbewährte Projekte wieder durchgeführt, aber auch neue umgesetzt. So fand im Frühling erstmals eine Workshop-Woche statt. Breakdance, Graffiti und Selbstverteidigung für Mädchen waren angesagt. Auch Spiele im Street Soccer Cup wurde neu in Biberist durchgeführt.

Jugendliche stärker einbeziehen

An der Biberister Kilbi im letzten September wurden die Jugendlichen im Zelt der Jugendarbeit stärker eingebunden als bisher. 30 Jugendliche halfen beim Aufbau des Zeltes mit, sowie beim Barbetrieb und beim Abendprogramm. Beteiligt waren die Jugendlichen zudem auch am Kinderfest, an dem der Posten der Jugendarbeit betreut werden musste.

Die Kinder- und Jugendkommission (Kijuko) hat sich gemeinsam mit den Verantwortlichen für die Jugendarbeit und den Jugendlichen ein grosses langfristiges Projekt vorgenommen. Die Sanierung des Schützenhauses. Die heutigen Räume des Jugendtreffs im alten Schützenstand sind nicht beheizbar und das Dach ist an zahlreichen Stellen undicht. Mit der Sanierung soll die Bausubstanz erhalten und bedarfsgerechter Raum für die Jugendlichen erstellt werden.

«Langer, steiniger Weg»

Markus Dick (Mitglied Kijuko) informrierte den Gemeinderat über den Stand der Arbeiten. «Wir wollen den Jugendlichen nicht einfach einen pfannenfertig hergerichteten Jugendtreff übergeben, sondern sie in die Arbeiten einbeziehen.» Das Projekt nenne sich «Schützenhaus 2020». Die Schülerinnen und Schüler seien angeschrieben worden, und es hätten sich gegen 40 Jugendliche gemeldet, die sich eine Mitarbeit vorstellen könnten.

Dabei gehe es in erster Linie darum, die Bedürfnisse der Jugendlichen kennenzulernen. Idealerweise werde das Projekt im Sommer 2016 erarbeitet und mit der Sanierung dann 2017 begonnen. «Es wird wohl ein langer und steiniger Weg», so Dick. «Aber uns ist daran gelegen, dass die Jugendlichen aktiv etwas zu ihrem Jugendtreff beitragen.»

Der Gemeinderat hat den Jahresbericht zur Kenntnis genommen. Ebenso, dass die Sanierung des Schützenhauses an die Hand genommen wird.