Lommiswil
In der «Steingruebe» gibt es Wasser für den Glögglifrosch

Das Projekt Sanierung Weiher in der Lommiswiler «Steingruebe» wurde publiziert.

Urs Byland
Merken
Drucken
Teilen
Die Bürgergemeinde Lommiswil ermöglicht es dem Kanton, in der «Steingruebe» den bestehenden Weiher am Fuss der Wand zu sanieren.

Die Bürgergemeinde Lommiswil ermöglicht es dem Kanton, in der «Steingruebe» den bestehenden Weiher am Fuss der Wand zu sanieren.

Urs Byland

In der «Steingruebe» am Südhang des Juras soll der Weiher am Fuss der Steilwand saniert werden. Das Projekt in Zusammenarbeit von Kanton, Amt für Raumplanung und Bürgergemeinde Lommiswil soll den Bestand der Geburtshelferkröte (umgangssprachlich: Glögglifrosch) sichern und erhöhen. Die «Steingruebe», neben der Schrägwand mit den Saurierspuren, wird im Inventar der Karch (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz Schweiz) aufgeführt. Aktuell sollen Bergmolch, Grasfrosch, Erdkröte (gefährdet) und Geburtshelferkröte (stark gefährdet) dort heimisch sein.

Letztere könne sich seit Jahren mit einer kleinen Population halten. Eigentlich, so der Bericht zum Projekt, wäre der Lebensraum mit gut besonnten Steinblöcken und Mergel sehr gut geeignet für eine gesunde Population der Geburtshelferkröte. Aber der Zustand der Larvengewässer ist seit Jahren problematisch.

Tümpel trocknen aus

Zur Zeit führe lediglich ein Tümpel auf der Grubensohle im östlichen Steinbruch, auf Gemeindegebiet Oberdorf Wasser. Dieser trockne jedoch vorzeitig aus, sodass sich die Amphibien in den letzten Jahren kaum erfolgreich fortpflanzen konnten. Weiter findet sich im Lommiswiler Teil der «Steingruebe», zwischen Wandfuss und Holzlager, eine Geländemulde, die zeitweise Wasser führt. Aber auch dort ist zuwenig Wasser für eine Entwicklung der Amphibienlarven vorhanden.

Nachdem der Kanton keine Einigung mit der Besitzerin des östlichen Steinbruches über die Instandstellung des Amphibienweihers erzielen konnte, wurde die Eigentümerin der westlichen Grube, die Bürgergemeinde Lommiswil angefragt. Diese habe sich bei einer Begehung grundsätzlich positiv zum Vorhaben geäussert. Die gegenwärtige Nutzung des Areals als Holzlager dürfe aber nicht beeinträchtigt werden.

Kosten von 45'000 Franken

Man wurde sich einig, einen funktionsfähigen Weiher in der westlichen Grube zu erstellen. Der ehemalige Amphibienweiher im Lommiswiler Teil soll abgedichtet werden, sodass er permanent Wasser führt. Er soll eine Grösse von zirka 45 auf 12 Meter aufweisen. Die angrenzende Felsplatte dient als Wasserlieferant. Das Oberflächenwasser wird dabei in den Weiher geleitet.

Im Bericht wird eine Summe von 45'000 Franken für den Bau des Weihers genannt. Erstellen soll diesen der Forstbetrieb Leberberg. Der Vertrag zwischen der Bürgergemeinde und dem Kanton dauert erstmals 10 Jahre und erneuert sich stillschweigend um fünf Jahre. Es wurde keine Abgeltung festgelegt.