Subingen
Hilfe für René Strickler: Geschäftsführer soll es richten

Die Raubtierpark Subingen AG will den Dompteur entlasten und den Betrieb weiterentwickeln, falls nötig in Crémines.

Urs Byland
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René Strickler soll sich auf sein Kerngeschäft, die Betreuung der Raubtiere, konzentrieren. Ein Geschäftsführer soll ihm die Organisation des Betriebs abnehmen.

René Strickler soll sich auf sein Kerngeschäft, die Betreuung der Raubtiere, konzentrieren. Ein Geschäftsführer soll ihm die Organisation des Betriebs abnehmen.

hanspeter baertschi

Die Raubtierpark Subingen AG will die Zukunft für René Stricklers Raubtiere sichern. Nun sucht die AG mittels Inserat einen Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin. Weiterhin verfolge die AG beide Varianten für den Raubtierpark, der auf Begehren der Vermieterin Espace Real Estate AG das Areal in Subingen verlassen muss.

«Entweder kaufen wir einen Teil des Areals in Subingen, was aber für die Liegenschaftsbesitzerin nicht infrage kommt. Sie will das ganze Areal verkaufen. Oder wir verlegen den Park nach Crémines auf das Areal der heutigen Siky-Ranch», erklärt Werner Ballmer, Präsident der Raubtierpark Subingen AG.

Deshalb auch soll die gesuchte Person, welche anfangs in einem 50-Prozent-Pensum angestellt werden würde, Deutsch und Französisch in Wort und Schrift beherrschen.
Der künftige Geschäftsführer hat laut Inserat die Aufgabe, betriebliche Aspekte zu erledigen, wie Leitung der Administration, Mitarbeiterführung und Verkauf.

In sein Aufgabengebiet gehören aber auch die Umsetzung und Weiterentwicklung des Marketingplanes, Organisation von Events und Besucherangeboten sowie der Aufbau eines Netzwerkes von Fachkräften für Tierhaltung, Tiermedizin und Biologie. «Wir brauchen jemanden für die Organisation. Sollten wir beispielsweise nach Crémines umziehen, wird alles eine Nummer grösser. Dort gehe ich von 30- bis 50 000 Tausend Besucherinnen und Besuchern jährlich aus», erklärt Werner Ballmer.

René Strickler und sein Raubtierpark: Eine bewegende Geschichte
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2003 mietet Strickler für fünf Jahre ein Gebäude sowie rund 6000 Quadratmeter Land in Subingen. Eigentümerin des Geländes ist die Espace Real Estate Holding AG.
2005 muss er ein neues Baugesuch einreichen Es kommen immer wieder neue Gehege und Gebäude dazu, die auf einen permanenten Raubtierpark hindeuten.
Wie finanziert sich ein Raubtier-Themenpark? 2007 erhält Strickler zwar die Bewilligung, in Dompierre (FR) einen 42'000 Quadratmeter grossen Raubtierpark-Themenpark zu bauen, die Finanzierung des 35-Millionen-Projekts ist jedoch nicht gesichert.
2008 wird der Mietvertrag noch einmal für drei Jahre verlängert Die Zukunft der Raubtiere scheint wenigstens für eine Weile gesichert.
Im August 2009 wird jedoch bekannt, dass der Mietvertrag vor Monaten gekündigt wurde. Wohin nun mit den Tieren?
Im Januar 2010 erreicht René Strickler eine Mieterstreckung für drei weitere Jahre Die Raubtiere, darunter auch seltene Exemplare wie dieser weisse Tiger mit Namen Arisha, und die 50 kleineren Tiere, wie Hasen, Schweine oder Ziegen sind noch einmal um eine Räumung herum gekommen.
2013 fordert Strickler vergeblich eine weitere Mieterstreckung um drei Jahre. 2014 einigt er sich vor der Zivilabteilung des Richteramts Bucheggberg-Wasseramt auf einen Vergleich für die Räumung des Raubtierparks auf Ende 2015.
Demo für Raubtierpark 200 Tierfreunde bekunden im März ihre Solidarität für René Stricklers Raubtierpark. Dieser muss das Gelände bis Mitte Juli geräumt haben. (20. März 2016)

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Urs Lindt

Raus aus dem Krisenmodus

Für Ballmer ist die Einsetzung eines Geschäftsführers die normale Entwicklung der Raubtierpark Subingen AG. «Irgend einmal muss der Verwaltungsrat den operativen Betrieb weitergeben. Wir wollen aus dem Krisenmodus rauskommen und das Unternehmen weiterentwickeln.»

Die AG investiere, um eine nachhaltige Zukunft für die Raubtiere zu sichern, dazu gehöre Personal, welches das Werk von Strickler weiterführen kann. Die Anstellung soll aber auch konkret den 65-jährigen Raubtierbändiger René Strickler entlasten. «Herr Strickler kann sich wieder vermehrt auf seine Arbeit mit Tieren konzentrieren», so Werner Ballmer.
Die Vorzeichen in Crémines sehen bis anhin positiv aus.

«Ich muss den Behörden der Gemeinde und des Kantons ein Kränzchen winden. Wir erhalten eine grosse Unterstützung», sagt Werner Ballmer. Die Schweizer Investoren seien bereit, in beiden Varianten zu investieren, also in einen Teilkauf des Areals in Subingen, aber auch bei einer Verlegung des Raubtierparks in den Berner Jura.

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