Biberist
Die Biberena erhält mehr als nur ein Facelifting

Die Eigentümer planen einen Um- und Ausbau der Biberena. Die Bauarbeiten sollen bald starten.

Rahel Meier
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Der Besitzer der Biberena will Millionen investieren, um das Gebäude attraktiv zu machen.

Der Besitzer der Biberena will Millionen investieren, um das Gebäude attraktiv zu machen.

Hanspeter Bärtschi

Der Gemeinderat liess sich von den Eigentümern der Biberena informieren, wie es mit deren Saal und dem Gebäude weitergehen soll. Dies vor dem Hintergrund, dass Biberist nach dem Umbau und der Eröffnung der alten Turnhalle ein weiteres Versammlungs- und Vereinslokal zur Verfügung hat.

Rats-Stenogramm

Im Weiteren hat der Rat ...

... einer Verlängerung der Vereinbarung mit der INVA mobil für die Jahre 2018 und 2019 zugestimmt;

... beschlossen, dem Blumenhaus Buchegg einen einmaligen Beitrag von 7500 Franken zu spenden. (rm)

«Vonseiten der Saalbenützer in der Biberena hören wir, dass es klappt mit der Reservation und der Unterstützung während der Anlässe», freute sich Gemeindepräsident Martin Blaser. Es gebe aber auch Reklamationen. So seien die Tische und Stühle sanierungsbedürftig. Immer wieder seien auch die Licht- und die Musikanlage, die zugemietet werden müssen, ein Thema.

Thomas Frei vertrat seine Frau Irene, die Eigentümerin des Gebäudes ist, im Gemeinderat. «Wir sind offen für alle möglichen Varianten», erklärte er. Ende Monat würden Liegenschaft und Betrieb getrennt und es werde eine Aktiengesellschaft gegründet. Zurzeit sei man zudem dabei, ein Sanierungsprojekt für den gesamten Komplex auszuarbeiten.

Gesamtlösung statt Flicken

«Wir wollen nicht einfach flicken, sondern eine Gesamtlösung», erklärte Thomas Frei. Das würde heissen: Einen grösseren Umbau im Innern, Aufstocken des Gebäudes und eine ansprechende Aussengestaltung. «Wir sprechen hier von Investitionen von mehreren Millionen Franken.» Dies seien auch die Gründe, wieso man nicht in die Licht- und Musikanlage investiert habe, obwohl man dies ursprünglich so versprochen hatte. «So wie sich das Haus heute präsentiert, rechnet sich auch der Restaurantbetrieb nicht.»

Ende Monat stellt ein Architekt aus Luzern der Eigentümerin das Projekt vor. Frei hofft, dass man dann schon bald auch den Gemeinderat über die weiteren Schritte informieren kann. Auf Nachfragen machte Frei deutlich, dass die Bauarbeiten schon sehr bald starten sollten. Er wurde zudem von den Behörden darauf aufmerksam gemacht, dass die BLS den Bahnhof Ost umbauen möchte. «Das hat ebenfalls Auswirkungen auf die Umgebung und deren Gestaltung.»

Diskussionen ergaben sich dann aber doch darüber, ob es den Saal in der Biberena künftig überhaupt noch braucht, oder ob das Lokal in der alten Turnhalle nicht ausreicht. Die meisten Votanten sprachen sich aber dafür aus, dass man den heute bestehenden Mietvertrag mit der Biberena beibehalten sollte. «Andere Gemeinden zahlen weit mehr für ihre Säle als wir», meinte auch Franz Portmann (Präsident Vereinskonvent).

Beitrag an Betriebskosten

Biberist will sich nicht an den Investitionskosten für eine Traglufthalle im Schwimmbad Zuchwil beteiligen. Hingegen hat der Gemeinderat einen Betriebskostenbeitrag gesprochen. Auf Antrag von Stephan Hug soll zehn Jahre lang ein Betrag von einem Franken pro Einwohner in den Betrieb der Halle fliessen. Hug möchte aber, dass die Biberister von diesem Betrag profitieren können. «Wir sollten darüber verhandeln, ob unsere Einwohner nicht eine Vergünstigung von zehn Prozent auf sämtliche Eintritte erhalten.»

Findet der Antira-Cup doch noch statt?

«Wir haben eine wohlwollende Haltung. Sowohl dem Anlass, als auch den Leuten gegenüber, die ihn durchführen», erklärte Gemeindepräsident Martin Blaser am Montagabend.

Mehr als eine halbe Stunde lang hatte der Gemeinderat mit den Initianten des Antira-Cups und zwei Vertretern der Biberister Bauverwaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert, weil die Durchführung des Anlasses nicht bewilligt worden war.

Anschliessend diskutierten die Gemeinderäte unter sich nochmals fast eine halbe Stunde weiter. Das Resultat: Die Beschwerde wird mit zehn gegen eine Stimme teilweise gutgeheissen. Unter bestimmten Auflagen, beispielsweise der Einhaltung der Ruhezeiten (Freitag, 23 Uhr, Samstag/Sonntag 02 Uhr), des Parkplatznachweises, sämtlicher Bewilligungen insbesondere auch des Amtes für Umwelt, könne der Anlass bewilligt werden.

Der Antira-Cup wurde im Jahr 2007 in Solothurn geboren und sollte dieses Jahr zum 11-Jahr-Jubiläum in einem grösseren Rahmen gefeiert werden. Nachdem die Stadt Solothurn keine Hand bot, um den Anlass durchführen zu können, machten sich die Organisatoren auf die schwierige Suche nach einem geeigneten Platz.

Auf ihrer Homepage beschreiben sie ihre Erlebnisse detailliert. Fündig wurden sie schliesslich bei einem Landwirt in Biberist, der aber stadtnahe gelegen ist. Nachdem das Anlassgesuch nicht bewilligt wurde, reichten die Initianten eine Beschwerde beim Gemeinderat ein, die in der Sitzung am Montagabend behandelt wurde. (rm)

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