Biberist
Amtseinsetzung von Pfarrerin Franziska Haller: «Mit Menschen unterwegs sein»

Agnes Portmann-Leupi
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Franziska Haller wurde in das Amt als Pfarrerin des reformierten Pfarramtes Süd in Biberist eingesetzt. Hansjörg Sahli

Franziska Haller wurde in das Amt als Pfarrerin des reformierten Pfarramtes Süd in Biberist eingesetzt. Hansjörg Sahli

Hansjörg Sahli

«Die goldene Sonne bringt Leben und Wonne.» Diese Worte des ersten Liedes widerspiegelten sich am wunderschönen Frühlingssonntag in der Thomaskirche. Regionalpfarrerin Martina Wiederkehr-Steffen setzte Franziska Haller in ihr Amt als Pfarrerin des reformierten Pfarramtes Süd in Biberist ein. Vor einem Jahr übernahm die in Gränichen mit drei Geschwistern aufgewachsene junge Frau als Nachfolgerin von Pfarrer Christian Bürki diese Aufgaben. «Installieren heisst, einen Platz einnehmen und mit Menschen unterwegs sein», sagte die Regionalpfarrerin. «Du wirst aufgenommen in die Gemeinschaft. Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Platz findest zum Wirken und zum Miteinander.» Die Feier untermalten mit kirchenfüllendem Klang Martin Lüthi und Urs Studer mit ihren Trompeten sowie Thomas Zürcher an der Orgel.

Pfarrer Jürg Kägi, als Vertreter des Pfarrkollegiums der reformierten Kirchgemeinde Biberist-Gerlafingen, übergab Franziska Haller einen Korb mit blühenden Schneeglöckchen. Viel Kraft des Wachsens und des «Nach-oben-Spriessens» würden die Blumen bergen und so nach dem Reich Gottes trachten. Herzlich wünschte er der neuen Pfarrerin eine ebensolche Kraft. Kirchgemeindepräsident Heinz Stephani freute sich, dass die «fröhliche Pfarrerin» nun sogar von Schliern bei Köniz nach Biberist umgezogen ist. «Ich möchte fast sagten, Sie haben den schönsten Ort ausgesucht», betonte Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann. Die gute Zusammenarbeit zwischen der Einwohner- und der Kirchgemeinde sei wichtig, gebe es doch viele Herausforderungen, die nur gemeinsam gelöst werden könnten.

Offen sein für alle

«Ich freue mich, hier Pfarrerin zu sein», bedankte sich die 36-Jährige für die guten Worte. Für sie ist Biberist nach Welschenrohr die zweite Pfarrstelle. Es sei eine grosse Aufgabe, aber auch eine dankbare. Gott helfe ihr und gebe ihr Kraft, in schwierigen Situationen die richtigen Worte zu finden und andere Menschen zu verstehen. Sie versuche für alle offen zu sein, Jesus sei es auch gewesen. Rückblickend auf die vergangenen 13 Monate lobte sie das gute Arbeitsklima im Team, aber auch die grosse Arbeit von Freiwilligen. Sie hob Spezielles hervor wie etwa die drei gefeierten Hochzeiten, das Krippenspiel, die Arbeit mit den Konfirmanden, die Seniorenferien, die Ökumene oder den Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen.

Mit dem «Happy-Go-Lucky-Rag» leiteten die drei Musiker beschwingt zum Apéro über, welcher ein fröhliches Miteinander vervollkommnete.