Kantonsrat
«Witi soll so bleiben, wie sie ist»: Stimmen aus der Debatte zum Witi-Schutz

Der Solothurner Kantonsrat hat am Mittwoch entschieden, den Volksauftrag zum ungeschmälerten Schutz der Witi, an die Regierung zu überweisen. Hier eine Auswahl an Stimmen der Kantonsräte.

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Der Kantonsrat spricht sich gegen die geplante Pistenverlängerung aus.

Der Kantonsrat spricht sich gegen die geplante Pistenverlängerung aus.

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Edgar Kupper

Edgar Kupper

Auch für SP-Fraktionssprecher Markus Ammann (Olten) ist eine Pistenverlängerung nicht mit dem «Zweck der Witi-Schutzzone vereinbar». Die Regierung könne «schlussendlich nur einen Entscheid gegen die Piste» treffen.

«Wir haben Vertrauen in den Regierungsrat, dass er gesamtheitlich entscheidet», sagte Heiner Studer (Nunningen) namens der FDP-Fraktion. Er warnte, dem Volksauftrag für einen «ungeschmälerten Witischutz» zuzustimmen. «Es gibt sehr viele Interpretationsmöglichkeiten, was das Wort ‹ungeschmälert› bedeutet. Künftig werden wir bei Projekten unnötige Diskussionen haben.» Fast alle FDP-Vertreter lehnten den Auftrag ab.

Felix Glatz-Böni

Felix Glatz-Böni

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Mit 14:1 Stimme habe der Grenchner Gemeinderat Ja zum Pistenprojekt gesagt, erwähnte der Grenchner FDP-Gemeinde- und Kantonsrat Hubert Bläsi. – Auch die Grenchner SP ist dafür. «Aber wir haben uns nicht offensiv eingebracht», kritisierte er den Aktivismus des Volksauftrags. Für Bläsi ist es «schlicht und einfach falsch», vor dem Entscheid der Regierungsrates Druck aufzusetzen.

«Lange habe ich mich gewundert, wo das Bekenntnis der Wirtschaft bleibt», sagte Mathias Stricker (SP, Bettlach). «Die Neuansiedlungen der letzten Zeit sind auch so gekommen.»

«Die Schweiz hat eine hohe Dichte an Flughäfen. In 35 Minuten ist man in Belp», so Nicole Hirt (GLP, Grenchen).

Kantonsrat Peter Brotschi

Kantonsrat Peter Brotschi

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Peter Brügger

Peter Brügger

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Wenig Verständnis zeigte Urs Allemann (CVP, Rüttenen), dass die Pistengegner mit dem Storchendorf Altreu argumentieren. Es passe nicht ins «Narrativ der Gegner», dass der Storch in der Witi angesiedelt worden sei, kritisierte Allemann, der als einer der wenigen CVPler für die Pistenverlängerung ist. «Ist dies ein Vorstoss zur Förderung der Sportfliegerei?», fragte er weiter und sprach damit an, dass die Zahl der Sportflugzeuge ohne Businessjets künftig noch grösser werden könnte.

Aufgezeichnet: Lucien Fluri

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