In zwei Monaten wird gewählt. Jetzt beginnt die spannende Phase des Wahlkampfs für National- und Ständerat. Die ersten Plakate hängen bereits, zudem präsentieren sich die Kandidaten mit Inseraten, und es folgen Podien Schlag auf Schlag. Das sind gute Möglichkeiten, um Kandidierende besser kennen zu lernen. Das Internetzeitalter eröffnet aber weitere Möglichkeiten.

Ab heute können alle Interessierten selbst und rasch herausfinden, welche Partei am besten zu ihnen passt. Bis hin zu dem Kandidierenden, deren Profil bzw. «Spider» am stärksten mit dem eigenen übereinstimmt. Dafür kann man via az-Homepage auf der politisch neutralen Plattform Vimentis einen Fragenkatalog zu den wichtigsten politischen Themen beantworten. Aus den Antworten wird automatisch Ihr politisches Profil erstellt.

Selbstverständlich kann man auch ohne ein eigenes Profil in Sekundenschnelle dasjenige der Parteien und ihrer Kandidierenden anschauen und vergleichen. Wir haben schon mal die Profile verschiedener Solothurner Nationalratskandidatinnen und -kandidaten der im Bundesparlament vertretenen Parteien für Sie herausgegriffen (vgl. Grafiken). Daraus ersehen Sie beispielsweise, wie enorm wichtig etwa Christian Imark (SVP) eine strikte Ausländerpolitik ist. Umgekehrt sehen Sie auch, dass Barbara Wyss Flück (Grüne), Remo Bill (SP) und Petra Maarsen (Grünliberale) mehr Umweltschutz ganz besonders wichtig ist.

So funktioniert es

Doch wie kommen Sie zum eigenen Profil? Wenn Sie sehen wollen, wo Sie stehen und welche Nationalratskandidaten Ihnen inhaltlich am nächsten sind, klicken Sie den Hauptbutton «Persönliche Wahlempfehlung für Nationalrat erstellen» und beantworten die Fragen. Wollen Sie sich mit den Ständeratskandidierenden vergleichen, drücken Sie den Hauptbutton «Persönliche Wahlempfehlung für den Ständerat erstellen».

Wenn Sie ohne diesen Vergleich gleich wissen wollen, welche Partei und welche Kandidierenden welches Profil haben, klicken Sie unterhalb der Hauptbuttons auf «Nationalrat» oder «Ständerat». Klicken Sie auf «Nationalrat», öffnet sich ein Fenster mit allen Parteien. Jetzt können Sie den Wahlkreis auswählen, also «Solothurn». Und schon sind Sie mittendrin. Wenn Sie nun eine Partei anpeilen, zeigt Ihnen das System automatisch deren Profil.

Wenn Sie jetzt in jede einzelne Partei hineinklicken, ersehen Sie gleich auch das Profil jedes einzelnen Kandidierenden. Klicken Sie einen von ihnen an, sehen Sie ihn sofort mit Bild und seinem Profil, dem Spider. Klickt man beim Kandidaten zusätzlich auf den Button «Politische Position», findet man 73 für alle Kandidierende identische Fragen, die jeder beantworten musste. So können Sie das Profil «Ihres» Kandidaten ergründen und nachvollziehen. 

Noch sind aber nicht für alle 147 Solothurner Kandidaten Profildaten verfügbar. Daniel Geissmann, Vorstandsmitglied von Vimentis: «Die Politiker haben noch bis spätestens
20. September Zeit, uns ihre Daten zu übermitteln. Wir rechnen damit, dass schliesslich 70 bis 80 Prozent mitmachen werden. Je früher wir ihre Daten bekommen, desto mehr Chancen haben sie, von potenziellen Wählern angeklickt zu werden.»

Datensicherheit gewährleistet

Warum bieten Vimentis und diese Zeitung den Service? Nochmals Geissmann: «Ziel ist Transparenz. Wir wollen so die Hemmschwelle senken, an den Wahlen teilzunehmen. Denn auf diese Art kommt man in viel kürzerer Zeit zu den nötigen Informationen für einen Wahlentscheid. Und man kann in kürzester Zeit seinen eigenen Spider erstellen und diesen mit den Politikern vergleichen.» So bekomme man als Wähler und Wählerin schnell eine gute und verlässliche Übersicht, betont Geissmann weiter.

Doch wie ist es mit der Datensicherheit, wenn ein User bei Vimentis seinen eigenen Spider erstellt? Geissmann: «Die Daten sind sicher, andere User können die politische Position des ‹Nachbarn› nicht einsehen. Es sei denn, man teilt diesen auf Facebook oder man veröffentlicht ihn in seinem Profil.» Vimentis selbst kann die Antworten nur dann einsehen, wenn der User die
E-Mail-Adresse hinterlegt.

Hier gehts zu den Profilen der Politiker