Hohe Kosten

öV-Verband kritisiert Projekt Cargo sous terrain

So könnte das unterirdische Gütertransportsystem "Cargo sous terrain" aussehen. (Archiv)

So könnte das unterirdische Gütertransportsystem "Cargo sous terrain" aussehen. (Archiv)

Der Verband öffentlicher Verkehr Schweiz (VöV) steht dem Projekt Cargo sous terrain kritisch gegenüber, wie er in einer Mitteilung schreibt. Das Projekt möchte Güter unterirdisch durch die Schweiz transportieren. Angedacht ist in einer ersten Phase eine Verbindung aus dem Raum Härkingen/Niederbipp nach Zürich.

Die Investitionskosten seien unverhältnismässig hoch, schreibt der Verband. Er «erachtet es als unrealistisch, dass das 33 Milliarden-Projekt rentabel betrieben werden kann». Das Geld könne mit deutlich grösserem Nutzen für den Güterverkehr in der Schweiz eingesetzt werden. Zudem bestehe «kein Bedarf an einem dritten Infrastrukturnetz, welches zusätzlich und parallel zur bestehenden Strassen- und Schieneninfrastruktur gebaut wird». Cargo sous terrain biete keine Alternative zum heutigen System, sondern trage «im Gegenteil zur Ausweitung der bestehenden Systemkomplexität bei». 

«Cargo sous terrain» – so soll der unterirdische Gütertransport funktionieren.

«Cargo sous terrain» – so soll der unterirdische Gütertransport funktionieren.

Derzeit läuft ein Vernehmlassungsverfahren des Bundes zu einem Bundesgesetz für den unterirdischen Gütertransport. Der Bundesrat will dieses weiterverfolgen, wenn das Projekt von den betroffenen Kantonen unterstützt wird. Bereits Teil des Projektes sind wichtige Firmen wie die Post, Migros und Coop.

In einer ersten Phase soll eine Teilstrecke von Niederbipp/Härkingen nach Zürich gebaut werden. Für dieses 3-Mrd.-Franken Projekt seien bereits 100 Mio. Franken verbindlich zugesichert, heisst es bei Cargo sous terrain. (szr)

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