Jugend und Sport
Fehlender Schnee wird durch Improvisation «ersetzt»

Auch wenn der Schnee auf sich warten lässt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der J&S Schneesportlager hatten ein paar tolle Tage. Wir haben einen Augenschein im Lager in den Flumserbergen gewagt.

Armin Leuenberger
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Im Grün, statt im Weiss: Der Schneemangel vermag der guten Stimmung unter den Lagerteilnehmern in den Flumserbergen keinen Abbruch zu leisten.

Im Grün, statt im Weiss: Der Schneemangel vermag der guten Stimmung unter den Lagerteilnehmern in den Flumserbergen keinen Abbruch zu leisten.

Armin Leuenberger

Trotz nicht besonders guter Schneeverhältnisse erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Schneesportlagern der Kantonalen Sportfachstelle Solothurn herrliche Lagertage in den Flumserbergen und im Lötschental. Erfreulich ist die gegenüber dem Vorjahr gestiegene Teilnehmerzahl sowohl im Wallis wie auch im St. Galler Oberland.

Trotz Schneemangels erlebten die 77 Solothurner Kids in den Flumserbergen mit ihrem Leiterteam ein interessantes und abwechslungsreiches J+S- Schneesportlager. Das ergab ein Besuch dieser Zeitung am vergangenen Mittwoch. Da wo sonst zu dieser Zeit der Winter die Skiregion der Flumserberge – um Brodkamm und Maschgenkamm – beherrscht, waren heuer in der Altjahrswoche nicht einmal alle Skilifte in Betrieb.

Dank einiger kalten Nächte Anfang Dezember schlängeln sich von Kunstschnee bedeckte Pisten durch die grünen Tannenwälder zu den Talstationen hinunter. Dies ermöglicht so Skifahrern und Snowboardern ihr sportliches Vergnügen in reduziertem Rahmen.

Dafür war die jugendliche Crew um Lagerleiter Mariano Wälchli mit dem Rahmenprogramm in der Altjahrswoche ganz schön gefordert. Wälchli ist in der Sparte J+S trotz seines Alters bereits ein «Alter Fuchs», obwohl er diese Woche erstmals als verantwortlicher Lagerleiter im Einsatz steht: Als Pfadi-Lagerleiter hat er viel Erfahrungen gesammelt, 2009 besuchte er den ersten Leiterkurs von J+S und hat seither mehrere Kurse als Klassenlehrer absolviert.

Jeweils am Morgen wird am angemeldeten Kurs, Ski oder Snowboard gearbeitet, am Nachmittag können sich die Teilnehmer für andere angebotene Sparten wie freies Fahren in Gruppen und anderes mehr anmelden. Das Lagermotto lautete übrigens «Heidi the Eagle» – in Anlehnung an den in diesem Jahr Premiere feiernden «Heidi»-Film und den Film «Eddie the Eagle», die Geschichte eines legendären Skispringers.

Ziel: Selber Lagerleiter werden

Unter den Absolventen des Lagers in den Flumserbergen sind zahlreiche Sportler, die das Lager mit dem Ziel besuchen, sich dereinst selber zum Leiter ausbilden zu lassen, so insbesondere auch angehende Sportstudenten. Luca Lang, Solothurn, oder Elena Westerhuis, Langendorf, zum Beispiel. Beide sind bereits sehr gute Skifahrer und möchten später die J+S-Leiterausbildung absolvieren.

Westerhuis hat drei Schwestern, die diesen Weg zum Teil bereits beschritten haben. Elena besucht in Basel das Sportgymnasium im 1. Semester und möchte möglichst bald den Leiterkurs absolvieren. «Was mich am Sport so fasziniert, ist dessen Vielseitigkeit», verrät sie.

Luca Lang hat bereits fünf Skikurse auf der Lauchernalp und in den Flumserbergen erfolgreich absolviert und war stets begeistert. Der Kanti-Schüler ist sich über die genaue Studienrichtung noch nicht ganz im Klaren, aber: – «Sport muss auf jeden Fall Platz haben!»