Entwicklungshilfe
Ernährung, Hygiene und sexuelle Gesundheit: Kanton Solothurn unterstützt Entwicklungsländer mit Geld aus Swisslos-Fonds

Der Regierungsrat hat die Beiträge an Projekte der Entwicklungshilfe für das Jahr 2022 beschlossen. Insgesamt 100'000 Franken gehen an gemeinnützige Organisationen. Damit werden Entwicklungshilfeprojekte in unterstützungsbedürftigen Regionen verschiedener Entwicklungsländer unterstützt.

Online-Redaktion
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EIn Mann füllt einen Lottoschein aus. Tankstellenshop avec, Tankstelle Tamoil, Wettingen, 31. Oktober 2018.

EIn Mann füllt einen Lottoschein aus. Tankstellenshop avec, Tankstelle Tamoil, Wettingen, 31. Oktober 2018.

Alex Spichale / WIR

Der Regierungsrat hat Unterstützungsbeiträge an sieben Projekte der Entwicklungszusammenarbeit gesprochen. Sechs Institutionen mit Sitz in der Schweiz erhalten insgesamt 85'000 Franken. Mit diesem Geld werden Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsländern unterstützt (Haiti, Indien, Nepal, Uganda, Südsudan, Niger, Bangladesch). Zudem wird ein inländisches Projekt der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden mit 15’000 Franken unterstützt.

Die Mittel stammen aus dem Swisslos-Fonds des Kantons Solothurn. Gemäss Gesetz über die Swisslos-Fonds werden die Mittel für gemeinnützige Zwecke verwendet, unter anderem für die Entwicklungshilfe. Bei der Auswahl der Projekte wurden folgende Kriterien berücksichtigt: Verbesserung der kulturellen Situation, Verbesserung von beruflichen Kompetenzen, Verbesserung der Situation der Frauen und die Kontinuität der Projekte. Das zuständige Departement des Innern hat die Einhaltung dieser Kriterien geprüft.

Bessere Bildung und mehr Lebensqualität

Die unterstützten Projekte haben zum Ziel, die Lebensqualität durch Selbsthilfe zu verbessern, Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen oder die Chancen für junge Erwachsene im Berufsleben zu erhöhen. So unterstützt der Kanton Solothurn beispielsweise die Stiftung Horyzon mit Sitz in Olten mit 20'000 Franken. Die Stiftung finanziert mit dem Beitrag des Kantons ein Projekt, das Mädchen und jungen Frauen aus den Slums von Port-au-Prince in Haiti einen sicheren Ort bietet.

Dort erhalten sie Nachhilfeunterricht, Rechtsberatung und psychologische Unterstützung, sie absolvieren Kurse in Ernährung, Hygiene und sexueller Gesundheit. Das langfristige Ziel des Projektes ist es, die Selbstbestimmung der Teilnehmerinnen zu fördern und dadurch positive Veränderungen in deren Leben sowie in der Entwicklung der Gesellschaft zu bewirken.