Direktorin zufrieden
Die Online-Edition der Solothurner Filmtage verzeichnete guten Zuspruch

Anita Hugi, die Direktorin der Solothurner Filmtage ist «sehr glücklich mit der Bilanz der Onlineversion».

Fränzi Zwahlen
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Einer der wenigen physischen Höhepunkte der diesjährigen Filmtage war die Eröffnungsvisite von Bundespräsident Guy Parmelin. Er wird flankiert von Felix Gutzwiller (r.) und Anita Hugi.

Einer der wenigen physischen Höhepunkte der diesjährigen Filmtage war die Eröffnungsvisite von Bundespräsident Guy Parmelin. Er wird flankiert von Felix Gutzwiller (r.) und Anita Hugi.

Peter Schneider / KEYSTONE

Die digitale Filmplattform der 56. Solothurner Filmtage schloss am Freitag um 12 Uhr ihre Türen. Seit dem 20. Januar verzeichnete sie rund 29'815 gebuchte Onlinefilmvorstellungen.

Die neue Website der Solothurner Filmtage, die als digitales Festivalzentrum fungierte, zählte während des Festivals 90'183 Besuche und empfing seit Festivalbeginn 57'000 unterschiedliche Besucherinnen und Besucher (Unique Visitors). 1117 Medien und Branchenvertreter akkreditierten sich für die Onlinewerkschau des Schweizer Films.

Der Eröffnungsfilm «Atlas» von Niccolò Castelli erreichte auf SRF 2, RSI LA 2 und RTS 2 mehr als 95'000 Zuschauer in der ganzen Schweiz. Der Prix de Soleure ging an Andrea Staka für «Mare». Stefanie Klemm nahm für «Von Fischen und Menschen» den ersten Opera-Prima-Preis für den besten Erstlingsfilm entgegen. Das Publikum kürte «Beyto» von Gitta Gsell mit dem Prix du Public.

«Einen besonderen Platz in der Filmtage-Geschichte»

«Ich bin sehr glücklich mit der Bilanz der Home-Edition», sagt Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage. «Wir erreichten mit dem Filmprogramm ein grosses und zusätzliches Publikum: Mit den Onlinefilmvorstellungen und mit der Übertragung des Eröffnungsfilms erreichte das Filmprogramm erfreuliche 125'000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Mit mehr als 90'000 Besuchen innert einer Woche und mehr als 850'000 Pageviews diente unsere Website als lebendiges Festivalzentrum. Es ist uns also gelungen, die Sichtbarkeit des Schweizer Films auch in der Pandemie zu stärken.»

Felix Gutzwiller, Präsident der Solothurner Filmtage, ergänzt: «Die Home-Edition wird in der langen Geschichte der Solothurner Filmtage einen besonderen Platz einnehmen. Ich danke allen Beteiligten für den tollen Einsatz und das enorme Engagement!»

Im Vorjahr erzielten die 55. Solothurner Filmtage rund 66000 Eintritte inklusive Schulvorstellungen, Panels und Diskussionsrunden.

Zu den Höhepunkten der diesjährigen Home-Edition gehörten die 32 Welt- und Schweizer Premieren von Schweizer Langfilmen, die Eröffnung auf drei Sendern der SRG, die Verleihung des Prix d’Honneur an den Kinobetreiber Frank Braun, die Nacht der Nominationen für den Schweizer Filmpreis 2021 und die gegen 100 Filmgespräche und Onlinediskussionen, welche während der Festivalwoche mehrheitlich live aus Solothurn

Die Regisseurinnen brillierten in dieser Ausgabe

Die drei Hauptpreise der 56. Solothurner Filmtage gingen an drei Spielfilme – und erstmals auch gleich alle an drei Regisseurinnen. Insgesamt zeichneten die Frauen in der aktuellen Werkschau für 41 Prozent der Regie der Langfilme und 36 Prozent der Regie der kurzen und mittellangen Filme verantwortlich. (mgt)

Hinweis: Die 57. Solothurner Filmtage finden vom 19. bis 26.Januar 2022 statt.