Die Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem Polizeigrosseinsatz in Dulliken vom 2. Februar 2019 eine Strafuntersuchung gegen den 43-jährigen Italiener wegen Gefährdung des Lebens, Drohung, versuchter schwerer Körperverletzung und Freiheitsberaubung eröffnet. «Der genaue Hergang und das Motiv sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen», teilt die Solothurner Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Sie bestätigt damit eine Meldung von «TeleM1».

Das Haftgericht habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft für drei Monate angeordnet. 

Die Sondereinheit Falk der Kantonspolizei Solothurn stand am Samstag in Dulliken im Einsatz. Rund 40 Polizisten waren vor Ort. Durch eine Bezugsperson konnte Kontakt zum Mann aufgenommen werden, der zuvor seine Frau mit einer Waffe bedroht hatte. Schliesslich verliess der Mann die Wohnung.

Ehemann droht mit Waffe und verschanzt sich

Ehemann droht mit Waffe und verschanzt sich

Im solothurnischen Dulliken kam es letzte Nacht zu einem Streit zwischen einem Mann und seiner Frau. Nach dem sich die Frau in Sicherheit brachte, verschanzte sich der Italiener für 12 Stunden im Keller.

Der Italiener wurde noch am selben Tag in Bern medizinisch betreut. Vonseiten der Polizei hiess es, er werde allenfalls «einer geeigneten Institution» zugeführt. Ob dies der Fall war, ist nicht zu erfahren. Die Frage nach dem Aufenthaltsort des Beschuldigten bleibt offen. «Der Beschuldigte befindet sich in Haft, zu den Örtlichkeiten machen wir keine näheren Angaben», so die Staatsanwaltschaft.

Der Italiener war auch schon gegenüber seinen Nachbarn gewalttätig geworden. Laut Nachbarn war er psychisch angeschlagen. (ldu) 

Polizeieinsatz in Dulliken: Mann war schon früher gewalttätig

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Der bewaffnete 43-jährige Italiener, der am Samstag für einen Grosseinsatz sorgte, wurde laut Nachbarn bereits vorher handgreiflich.